Städtetag NRW tagt in Neuss Neuss wird Gastgeber für die Großstädte des Landes

Neuss · Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen stehen vor vergleichbaren Herausforderungen. Wärmewende, Wohnungsbau oder die Situation des Innenstadthandels. All das wollen die Vertreter der nordrhein-westfälischen kommunen in Neuss diskutieren. Doch der Gastgeber hat auch eigene Ziele.

Zum Baustart für die Landesgartenschau kam Ministerpräsident Hendrik Wüst nach Neuss, nun sollen die Fortschritte den Delegierten aller Großstädte des Landes vorgestellt werden.

Zum Baustart für die Landesgartenschau kam Ministerpräsident Hendrik Wüst nach Neuss, nun sollen die Fortschritte den Delegierten aller Großstädte des Landes vorgestellt werden.

Foto: Stadt Neuss

Bürgermeister Reiner Breuer kandidiert erneut für einen Sitz im erweiterten Vorstand des Städtetages NRW. Dieser kommunale Dachverband organisiert 39 meist kreisfreie Städte und repräsentiert die Hälfte der Landesbevölkerung Nordrhein-Westfalens. In dieser Runde der Großen ist Neuss ein kleiner Akteur, doch Breuer kann auf den Heimvorteil setzen. Denn Neuss ist – nach der Ruhrmetropole Essen im vergangenen Jahr – Gastgeber der Mitgliederversammlung, die am 7. und 8. Mai unter dem Motto „Wir.Machen.Zukunft.“ in der Stadthalle tagt.

„Für jede der Mitgliedsstädte ist es etwas Besonderes, selbst einmal Gastgeber der Mitgliederversammlung zu sein“, betont Stadtpressesprecher Marc Bohn. Und die Stadt Neuss betreibt dafür einen enormen Aufwand. Sie will die Anwesenheit von Delegierten aus ganz Nordrhein-Westfalen in erster Linie dazu nutzen, um das Projekt Landesgartenschau 2026 vor- und den aktuellen Planungsstand darzustellen. Wunsch und Ziel: Interesse und vielleicht Unterstützung wecken.

Neuss ist Mitglied im Städtetag, weil die Stadt – ebenso wie beispielsweise Iserlohn – zumindest bis 1975 kreisfrei war. Heute ist sie mit gut 160.000 Einwohnen die bundesweit größte kreisangehörige Kommune – mit dem Selbstverständnis einer Großstadt.

Entsprechend selbstbewusst will sich die Kommune präsentieren und plant zur Krönung des ersten Tageseinen Festabend im Zeughaus. Und am zweiten Tag, zu dem Mona Neubaur als stellvertretende Ministerin erwartet wird, soll eine „Neusser Erklärung“ verabschiedet werden. Ein Ziel sei, für eine breite Beteiligung der Bürger an der Europawahl Anfang Juni zu werben, sagt Bohn.

In Foren werden neben der „Richtungswahl Europa“ auch Herausforderungen diskutiert, vor denen alle Kommunen stehen: die Wärmewende, die Großbaustelle Bildung und neue Ansätze für den kommunalen Wohnungsbau. Spezifische Neusser Themen werden in zwölf Exkursionen dargestellt, zwischen denen de Delegierten wählen können. Sie führen zum Beispiel in den Hafen, zeigen Beispiele integrierte Quartiersbildungen auf und veranschaulichen den Wandel in der Innenstadt.

(-nau)
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