Neuss will Beziehungen zur Türkei weiter intensivieren

Delegation um Bürgermeister Breuer : Neuss will Beziehungen zur Türkei weiter intensivieren

Eine Delegation um Bürgermeister Reiner Breuer ist jetzt aus der Türkei zurückgekehrt, wo sie sowohl die befreundete Stadt Bolu als auch die Partnerstadt Nevşehir besuchte. Breuer bezeichnete die Reise als „erfolgreich“ und sieht Potenzial für den Ausbau der Beziehungen.

Anlass für die fünftägige Reise war zum einen ein von der EU gefördertes, seit Januar 2019 stattfindendes Projekt im Bereich Umwelt und Abfallwirtschaft zwischen Nevşehir und Neuss, das mit einer Konferenz in Nevşehir nun seinen Abschluss gefunden hat. Zum anderen nutzte Breuer die Gelegenheit, sich bei den beiden kürzlich gewählten Bürgermeistern in Bolu und in Nevşehir vorzustellen.

Zu einer kleinen Delegation gehörten neben Bürgermeister Breuer unter anderem der stellvertretende Vorsitzende des Komitees für Partnerschaften und internationale Beziehungen, Hartmut Rohmer, die Stadtverordnete Ingrid Schäfer, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, sowie Stadtverordneter Hakan Temel (SPD) und der sachkundige Bürger Ingo Tintemann, Bündnis 90/Die Grünen. Auch Fachvertreter traten die Reise mit an. Für die Delegation begann die Reise mit einem Besuch der Stadt Bolu im Norden der Türkei, mit der die Stadt Neuss seit 2008 eine Städtefreundschaft pflegt. Bürgermeister Tanju Özcan (sozialdemokratische Partei CHP) empfing die Vertreter der Stadt Neuss im neuen Rathaus. Breuer durfte sich dem Rat im großen Sitzungssaal vorstellen. Daneben wurden Möglichkeiten besprochen, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren. Zudem konnte ein Besuch der Industrie- und Handelskammer der Provinz Bolu dazu genutzt werden, mögliche Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft zu erörtern.

In Nevşehir, der Hauptstadt Kappadokiens in Zentralanatolien, traf die Delegation auf die weiteren Neusser Vertreter, die im Rahmen des EU-Projektes schon vor Ort waren. Dort empfing Bürgermeister Rasim Ari (AKP) die Neusser Delegation im Rathaus. Auch dort wurden weitere Möglichkeiten eruiert, die ebenfalls seit 2008 bestehende Städtepartnerschaft zu intensivieren. Neben den Schulpartnerschaften könne dies vor allem im Bereich Tourismus geschehen. Das Besuchs-Programm hatte noch einen weiteren Schwerpunkt: Viele Sehenswürdigkeiten der Region Kappadokiens wurden besichtigt. Abgerundet wurde der Besuch durch eine Umweltkonferenz im Kulturzentrum der Stadt Nevşehir.

(NGZ)
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