Bürger-Schützen-Verein Neuss Regimentsspitze sammelt spielerisch Tausende von Euro ein

Neuss · Oberst Bernd Herten und sein Adjutant Stefan Lülsdorf haben mit einem einfachen Spiel im „Gare du Neuss“ über 50.000 Euro Spenden eingesammelt.

 Bernd Herten (r.) und Stefan Lülsdorf (l.) konnten zum „333er“-Spiel auch das Schützenkönigspaar Marc und Jutta Hillen sowie Bürgermeister Reiner Breuer (2.v.r.) begrüßen.

Bernd Herten (r.) und Stefan Lülsdorf (l.) konnten zum „333er“-Spiel auch das Schützenkönigspaar Marc und Jutta Hillen sowie Bürgermeister Reiner Breuer (2.v.r.) begrüßen.

Foto: Andreas Woitschützke

Im ihrem Jubiläumsjahr können die Neusser Bürger-Schützen eine Spende in Höhe von mindestens 55.611 Euro verbuchen. Sie wurde aus kleinen und größeren Beiträgen bei einer Aktion im Gare du Neuss zusammengetragen, für die Bernd Herten gemeinem mit seinem Adjutanten Stefan Lülsdorf seit seinem Oberstehrenabend im vergangenen August geworben und getrommelt hatte: dem „333er-Spiel“. Vielleicht wird der Betrag noch etwas aufgestockt, hofft Herten, denn etliche Teilnehmer kamen doch recht glimpflich davon.

Das gilt zum Beispiel für Heiko Froitzheim von den Jägern. Sein Name wurde unter der Aufsicht von Notar Paul Terner als erster gezogen und von Bernd Herten verlesen. Erster hieß, dass er für den Besuch des musikalischen Frühschoppens – mit Speis- und Trank-Sponsoring durch die Regimentsspitze – nur einen Euro „abdrücken“ muss. Für den zweiten Namen aus der „Lostrommel“ hatte sich der Betrag schon verdoppelt. Als letzter Spender wurde Norbert Meisen von den Scheibenschützen aufgerufen und von seinen Kameraden Hans-Peter Zils und Michael Franz Breuer auf Schultern zur Bühne getragen. Ein mit 333 zu zahlenden Euro vergleichsweise teurer Spaß.

Alle Mitspieler hatten in dem Wissen mitgewirkt, dass sie die Nummer eins genauso gut wie die Nummer 333 werden konnten. Darüber entschieden Jutta Hillen, Monika Coenen oder Tanja Bohnemann, die Ehefrauen von Schützenkönig, Hohem Reitersieger beziehungsweise Hubertuskönig. Sie hatten sich als Glücksfeen zur Verfügung gestellt.

Zur Verfügung gestellt hatten sich auch sechs Kapellen aus Neuss und Umgebung, die kostenlos und exklusiv bei diesem Frühschoppen für die Gäste spielten. Unter diesen waren Mats Lülsdorf, Sohn des Adjutanten und erst fünf Monate alt, der jüngste und Karl-Heinz Herten, der Vater des Oberst, mit seinen 90 Jahren der älteste zahlende Gast. Christoph Kleinau