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Neuss: Weihnachtsmarkt zieht zurück auf den Münsterplatz

Zurück auf den Münsterplatz : Neusser Weihnachtsmarkt zieht wieder um

Vom Münsterplatz hinüber zum Freithof sind es nur ein paar Meter, und hier wie dort prägt die Basilika St. Quirin das Bild. Doch für die Beschicker des Weihnachtsmarktes hatte der Umzug 2021 weitreichende Folgen. Daraus ziehen sie Konsequenzen.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Freithof im vergangenen Jahr war eine Premiere – und dabei wird es auch bleiben. Wie Veranstalter Josef Kremer jetzt mitteilte, werden die Buden Ende des Jahres wieder an ihrem alten Standort aufgebaut,  dem Münsterplatz. Das harmonische Ende des Weihnachtsmarktes 2021 sollte nämlich nicht die eher ernüchternde Gesamtbilanz überstrahlen. So sind laut Kremer lediglich rund 50 Prozent des üblichen Besucheraufkommens verzeichnet worden, wenngleich er betont, dass man froh gewesen ist, überhaupt einen Weihnachtsmarkt realisieren zu können. Immerhin wurde der Besuch zwischenzeitlich mit 2G-Eingangskontrollen und Co. erschwert.

Die vergleichsweise niedrige Frequenz führt der Veranstalter aber nicht nur auf die Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen zurück, sondern auch auf den Standort. Der „Umzug“ auf den Freithof hätte eigentlich schon 2020 vonstatten gehen sollen, damals fiel der Markt aber pandemiebedingt aus. Der jüngst neu gestaltete Freithof biete zwar mehr Platz – und sei aus diesem Grund auch in Bezug auf Corona und nötige Sicherheits-Abstände eine gute Wahl gewesen, sagt Kremer. Für viele Menschen liege allerdings „zu sehr außerhalb“, wie er festgestellt hat. Auch wenn der Freithof nur einige Schritte vom Münsterplatz entfernt ist, habe der Wechsel einen spürbaren Effekt auf die Entscheidung von Passanten gehabt, ob sie den Markt besuchen oder nicht. Kremer macht zwar deutlich, dass der gemütliche Neusser Weihnachtsmarkt nicht mit Events wie in Düsseldorf oder Köln vergleichbar ist, von dem Wechsel zum Münsterplatz erhofft er sich aber einen kleinen Schub.

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Den umgekehrten „Umzug“ hat vor Kurzem der Räuberabend vorgenommen. Dieser fand in den vergangenen Jahren (zwischendurch war Pandemie-Pause) stets auf dem Münsterplatz statt, nachdem die Brauerei Frankenheim den Pachtvertrag für das Vogthaus nicht verlängert hat, schied sie allerdings auch als Partner für das Open-Air-Konzert aus. Darum wurde letztlich der Freithof gerockt – das sollte der Stimmung allerdings keinen Abbruch tun.