Nach Premiere auf dem Freithof Neusser Weihnachtsmarkt soll zurück auf den Münsterplatz

Neuss · Erstmalig hat der Neusser Weihnachtsmarkt in diesem Jahr auf dem Freithof stattgefunden. Die um 50 Prozent eingebrochenen Besucherzahlen führt der Veranstalter nicht nur auf Corona zurück, sondern auch auf den Standort.

 Der Weihnachtsmarkt auf dem Freithof hatte bis zum 23. Dezember geöffnet.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Freithof hatte bis zum 23. Dezember geöffnet.

Foto: Andreas Woitschützke

Anfang vergangener Woche hatte sich Veranstalter Josef Kremer noch einen Endspurt für seinen Weihnachtsmarkt auf dem Neusser Freithof erhofft – ein Wunsch, der in Erfüllung gehen solle. „Es war großartig, man hat gemerkt, dass die Menschen den Weihnachtsmarkt schön verabschieden wollten“, sagt er. Vor allem ab der Nachmittagszeit sei im Vergleich zu den Vortagen sichtbar mehr los gewesen.

Das harmonische Ende überstrahlt jedoch nicht die eher ernüchternde Gesamtbilanz. So seien in diesem Jahr lediglich rund 50 Prozent des üblichen Besucheraufkommens verzeichnet worden, wenngleich Kremer betont, dass man froh gewesen ist, überhaupt einen Weihnachtsmarkt realisieren zu können.

Die vergleichsweise niedrige Frequenz führt der Veranstalter aber nicht nur auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen wie die 2G-Regelung zurück, sondern auch auf den Standort. Erstmalig fand der Weihnachtsmarkt nämlich in diesem Jahr auf dem Freithof statt. Der „Umzug“ hätte eigentlich schon 2020 vonstatten gehen sollen, im vergangenen Jahr fiel der Markt aber pandemiebedingt komplett aus. Stand jetzt, soll der Markt auf dem Freithof ein einmaliges Experiment gewesen sein. Es müssten zwar noch Gespräche geführt werden, Kremer tendiert jedoch dazu, im kommenden Jahr (sollte ein Weihnachtsmarkt dann möglich sein) die Stände wieder auf dem Münsterplatz aufzubauen.

Der Grund: Der jüngst neu gestaltete Freithof biete zwar mehr Platz – und sei aus diesem Grund auch in Bezug auf Corona und nötige Sicherheits-Abstände eine gute Wahl gewesen –, ist für viele Menschen allerdings „zu sehr außerhalb“, wie Josef Kremer festgestellt hat. Auch wenn der Freithof nur einige Schritte vom Münsterplatz und dem Hauptstraßenzug entfernt ist, habe der Standort-Wechsel einen spürbaren Effekt auf die Entscheidung von Passanten gehabt, ob sie den Markt besuchen oder nicht.

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