Neuss: Weihnachtsmarkt-Lärm stört Konzertbesucher in St. Quirin

A-Capella-Gesang in Neuss : Weihnachtsmarkt-Lärm stört Konzertbesucher in St. Quirin

Die Entscheidung der Kulturverwaltung, den Gastauftritt des A-capella-Ensembles „Gesualdo Six“ vom Zeughaus ins Quirinusmünster zu verlegen, erweist sich im Nachhinein als Fehler. Denn es gibt Ärger.

Unverständlich sei, so der CDU-Stadtverordnete Martin Flecken, „dass die Stadt es nicht schafft, für einen einzigen solchen Abend die Beschallung vom Weihnachtsmarkt um 20 Uhr abzustellen“. Flecken gehört zu denen, die am Samstag ihren Konzertgenuss durchgehend durch „Werbeweihnachtslaute vom Weihnachtsmarkt“ gestört sahen. Doch Konsequenzen wird das nicht haben.

Um über etwaige Sanktionen gegen den Weihnachtsmarktbetreiber auch nur nachdenken zu können, fehle jede Rechtsgrundlage, sagt  Jürgen Sturm von Neuss-Marketing. Der Veranstalter habe eine Genehmigung dafür, den Markt bis 22 Uhr zu betreiben. „Auch wenn überall im Netz 21 Uhr steht“, ergänzt er. Diese Öffnungszeiten seien mit dem Ordnungsamt besprochen und von diesem gebilligt worden. Dass der Betreiber diese Zeiten gerade am Wochenende ausschöpft, sei nachvollziehbar.

Während Flecken die Störung unerträglich nennt, ärgert sich Marktbetreiber Josef Kremer über die schlechte Kommunikation. Erst zwei Tage vor der Veranstaltung sei jemand an seine Frau herangetreten mit der Forderung, nicht der Bitte, die Musik wegen des Konzertes leiser zu machen. Man arbeite gut mit der Kirche zusammen, sagt Kremer. Die habe sich noch nie beschwert.

(-nau)