Vertreterversammlung der Volksbank Düsseldorf Neuss 2024 Drei Prozent Dividende und ein starkes Statement gegen Rassismus

Neuss · Das Geschäftsjahr 2023, Personalentscheidungen, die Dividende und starke Statements zu Politik und Gesellschaft 2024, das waren Eckpunkte bei der 23. Vertreterversammlung der Volksbank Düsseldorf Neuss. Und selbst der Fußball fehlte in diesen Tagen nicht.

Fußballnationalspieler Jonathan Tah grüßte bei der Vertreterversammlung der Volksbank Düsseldorf Neuss von der Videoleinwand.

Fußballnationalspieler Jonathan Tah grüßte bei der Vertreterversammlung der Volksbank Düsseldorf Neuss von der Videoleinwand.

Foto: VB

Ganz im Zeichen der bevorstehenden Fußballeuropameisterschaft stand jetzt die 23. Ordentliche Vertreterversammlung der Volksbank Düsseldorf Neuss im Zeughaus: Mitarbeiter in Trikots und eine persönliche Videobotschaft des Nationalspielers und Volksbank-Mitglieds Jonathan Tha, in der er sich für die langjährige Unterstützung „seiner" Bank bedankte, überraschten die Versammlung, zu der sich 125 Vertreter angemeldet hatten.

Für Vorstandssprecher Rainer Mellis war Tahs Botschaft aber noch mehr als ein netter Gruß: „Das ist unser Statement zur Nationalmannschaft, die angeblich nicht weiß genug ist, denn Vielfalt ist unsere Heimat mit Mitarbeitern aus über 30 und Kunden aus über 100 Nationen!“

Vorstand und Aufsichtsrat wurden einstimmig nach der Vorstellung der Ergebnisse für 2023 entlastet. Zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat standen Daniela Blättler, Paul Fink und Stefan Zellnig. Alle drei wurden einstimmig bestätigt. Aufsichtsratsvorsitzender Theodor Leuchten bedankte sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und ein „ausgezeichnete Ergebnis in herausfordernden Zeiten“.

Dieses Ergebnis für 2023 hatte Mellis zuvor skizziert: Bilanzsumme 2,045 Milliarden Euro (Vorjahr 2,012 Milliarden Euro), Betriebsergebnis vor Bewertung 19,6 Millionen Euro (Vorjahr 19,5 Millionen Euro), Jahresüberschuss 2,55 Millionen Euro, Bilanzgewinn 1,64 Millionen Euro. Ausgeschüttet wird eine Dividende von 3 Prozent (1,26 Millionen Euro). Zudem wurden Rücklagen und Eigenkapital gestärkt.

Mellis nutzte die Gelegenheit aber auch für ein starkes Statement mit Blick auf die Rahmenbedingungen des Geschäftsjahres 2024. Er erinnerte an den Krieg in der Ukraine und in Nahost, an den ehemaligen US-Präsident Donald Trump, der, obwohl verurteilt, erneut kandidieren könne sowie an eine Sicherheitslage in Deutschland, die nach dem Attentat auf einen Polizisten in Mannheim Anlass zur Diskussion biete. „Auch dieses wird leider ein Grund des Rechtsrucks bei der Europawahl sein“, so Mellis. Hierzulande werde unterdessen Cannabis legalisiert: „Als hätten wir keine anderen Herausforderungen! Armes Deutschland...“