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Neuss: Vivo-Bildungsprojekt der Deutschen Wirtschaft am Gymnasium Norf

Gesamtschule Norf in Neuss ist Partner : Stiftung organisiert Bildungsprojekt

Die Kinderstiftung „Lesen bildet“ hat in der Gesamtschule Norf einen Partner für das „Vivo“-Bildungsprojekt der Stiftung der Deutschen Wirtschaft gefunden. Dabei geht es um mehr Chancengleichheit zu weiterführenden Schulen.

Nach den Sommerferien ist es so weit: Das Bildungsprojekt „Vivo“ der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) aus Berlin wird in der Gesamtschule Norf praktisch umgesetzt. Zeitliche Puffer, falls es wegen einer zweiten Corona-Pandemie-Welle zu einem erneuten „Schullockdown“ kommen sollte, seien ausreichend vorhanden, versichert Heinz Mölder, dessen Kinderstiftung „Lesen bildet“ mit der Koordination des Projektes betraut ist. Mit Hilfe des „Vivo“-Bildungsprojekts soll die Chancengleichheit beim Übergang in die weiterführende Schule verbessert werden,

„Die Gesamtschule Norf passt schon deswegen, weil sie noch im Aufbau ist, Eltern und Lehrer dort über das übliche Maß engagiert sind“, erklärt Mölder weiter und ergänzt: „Außerdem hat die Schule eine gute  Mischung aus starken und schwachen Schülern.“

Um den Schulwechsel gerechter zu gestalten, ist eine Einbindung beider Schulformen notwendig – der Grundschule und der weiterführenden Schule. Aufbauend auf einem fünfjährigen Pilotprojekt an Schulen in NRW, Hamburg und Schleswig-Holstein entwickelt die sdw aktuell einsatzbereite Unterrichtsmaterialien und Bausteine, die vor allem Kinder aus sozial benachteiligten Familien in den Blick nehmen. Insgesamt zwölf Monate werden nun in Neuss dafür genutzt, ein (noch zu finanzierendes) Anschlussprojekt hätte dann eine dreijährige Laufzeit bis 2024 und könnte fünf Schulen in Neuss umfassen.

Der Startschuss für das Bildungsprojekt mit Pilotcharakter fiel bereits Ende Oktober 2019. Vorausgegangen war eine überzeugende Präsentation des Konzeptes zur Bildungsgerechtigkeit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw) aus Berlin in der Neusser Zentrale von Kalus + Hilger.

Dabei geht es vor allem um Bildungsgerechtigkeit am Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule. Verschiedene Unterrichtseinheiten sollen den Schülern das Ankommen an der weiterführenden Schule erleichtern. Das Neusser Ehepaar Michael Kalus und Marion Tiefenbacher-Kalus stellten für die Realisierung 15.000 Euro aus ihrem Privatvermögen zur Verfügung. Die Marandi-Stiftung Neuss übernahm die weiteren Kosten in Höhe von 5000 Euro.

Die Koordinierung der Aufgaben übernahm die Kinderstiftung. Dazu gehörte auch, Einvernehmen mit den verantwortlichen Verwaltungen herzustellen – etwa des Rhein-Kreises und der Stadt Neuss. Als Projektpartner auf Seiten der weiterführenden Schulen erschien der Kinderstiftung „Lesen bildet“ die Gesamtschule Norf  prädestiniert, wie Mölder versichert. Als erste und einzige Schule in Neuss ist sie zudem Mitglied der Initiative „Schule im Aufbruch“.

Das Vorhaben passt ins Schulprofil, befanden Schulleiterin Saga Sjölund, die didaktischen Leiterin Sandra Röhrbein-Kaske und Philipp Stricker als „Verbindungspartner zu den Grundschulen“ und Mitglied der Schulleitung das Vorhaben bei der Vorstellung des Projekts: „Der Partner war also gefunden“ sagt Mölder und lacht..

„Wir nutzen das Projekt, um Erfahrungen zu sammeln, Vertrauen aufzubauen und uns kennenzulernen“, erklärt er weiter, „und ich zweifele überhaupt nicht daran, dass uns das gelingt. Dafür steht als Logo auch die Ameise mit dem (Kunst) Namen ,Vivo’. Ameisen sind sehr stark, enorm fleißig und zielorientiert, und das sind alle Beteiligten an diesem ambitionierten Projekt auch.“