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Neuss: Unternehmer Klaus Engels fördert junge Gründer beim Gründergeist-Ball in Berlin

Förderung junger Unternehmer : Ein Neusser fördert junge Gründer

Klaus Engels veranstaltet zum dritten Mal den „Gründergeist-Ball“ in Berlin. Der Neusser will junge Talente unterstützen.

() Bei einer Auktion werden 110.000 Euro für die Förderung junger Gründer gesammelt. 630 Gäste, darunter viele Prominente rund um die Startup-Szene, wie die Gründer von Flixbus, Flaconi, Amorelie und Home24, versammelten sich im Kaiserlichen Telegraphenamt in Berlin. Der „Gründergeist-Ball“ fand in diesem Jahr zum dritten Mal statt, Mitinitiator und Organisator ist der Neusser Unternehmer Klaus Engels.

„Wir haben bundesweit zu wenige Gründungen, zudem nimmt die Förderung von jungen Unternehmen in Deutschland nicht den Stellenwert ein, den wir als Volkswirtschaft benötigen“, sagt er. Als Geschäftsführer der Gründergeist GmbH setzt er sich dafür ein, dass Startups mehr in den Blickpunkt der Gesellschaft rücken. Der Ball soll eine „herausragende und einzigartige Netzwerkveranstaltung“ für aufstrebende Unternehmen sein, aber auch „eine Gelegenheit, um in der Gründerszene richtig stilvoll zu feiern“. Engels‘ Herzensangelegenheit ist dabei die Förderung junger Menschen, die ein Unternehmen gründen wollen: „Wir müssen mehr Jugendliche dazu ermutigen, ihre guten Ideen in die Tat umzusetzen.“

Er bemängelt, dass eine Gründung in Deutschland besonders für junge Menschen sehr schwierig sei. „Es ist Zeit, dass eine dramatische Vereinfachung von Reglementarien und Gründungsbarrieren stattfindet“, sagt er. So sei der Zugang zu Gründungskapital oder die Eröffnung eines Bankkontos als junger Unternehmer mit einer Herkulesaufgabe gleichzusetzen. „Da werden von den Banken sofort Sicherheiten verlangt, doch wo soll bei jungen Unternehmern das Startkapital herkommen?“ Dass nur diejenigen, denen schon von Beginn an genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, gründen können, dürfe zukünftig nicht so bleiben.

Aus dem Grund fand auch in diesem Jahr wieder eine Auktion statt, mithilfe deren Erlös gemeinnützige Initiativen wie „StartupTeens“ und NFTE (Network for Teaching Entrepreneurship) unterstützt werden, die sich für die Vermittlung von unternehmerischem Denken an Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren einsetzen und ihnen helfen, Geschäftsideen umzusetzen. Versteigert wurden ein gemeinsames Essen plus Trikot mit Philipp Lahm, ein signierter Boxhandschuh von Vitali Klitschko und ein Elektro-Smart. „Auch einen Workshop mit fünf Köpfen der digitalen Szene, wie Daniel Krauss und Verena Pausder, konnte man ersteigern“, sagt Engels. 110.000 Euro kamen so am Ende des Abends zusammen. „Wir haben im Vergleich zum Vorjahr den Charity-Effekt mehr als verdoppelt“, freut sich Engels.

Damit das Thema in Deutschland mehr in der Vordergrund rückt, will Engels sich weiterhin engagieren. Er steckt bereits in den Vorbereitungen für den nächsten Gründergeist-Ball in Berlin. „Auch eine Ausweitung der Veranstaltung ist geplant, wir denken da zum Beispiel an das Rheinland“, sagt der Neusser.

(ala)