Neuss: Umsatzrekord beim Immobilienkauf

Neuss: Umsatzrekord beim Immobilienkauf

Wegen der Verkäufe mehrerer großer Büro- und Gewerbeimmobilien sowie der weiter anziehenden Kaufpreise stieg der Gesamtumsatz bei Immobilienkäufen in Neuss auf 613,8 Millionen Euro. Große Nachfrage bei Eigentumswohnungen.

Mit einem Gesamtumsatz von 613,8 Millionen Euro verzeichnete Neuss im vergangenen Jahr bei insgesamt 1408 Immobilienkäufen einen Rekord. Nie gaben die Menschen laut Grundstücksmarktbericht 2018 mehr Geld aus. Die Ursache für die Steigerung waren mehrere Verkäufe von großen Büro- und Gewerbeimmobilien mit Preisen von über 30 Millionen Euro. Außerdem sorgten die weiter anziehenden Kaufpreise für höhere Umsätze.

Die 1408 Kauffälle bedeuteten im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 2,5 Prozent. Um 2,5 Prozent verteuerte sich auch das Wohnbauland in Neuss. Die Bodenrichtwerte von Grundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im Mittel um zehn Euro pro Quadratmeter angehoben - bei einem durchschnittlichen Preisniveau von 380 Euro pro Quadratmeter in mittleren Lagen bis zu 460 Euro zum Beispiel im Dreikönigenviertel. Bei Grundstücken für mehrgeschossige Bauten gab es im Durchschnitt einen Anstieg von 20 Euro pro Quadratmeter.

Sehr gefragt waren im vergangenen Jahr neue Eigentumswohnungen in der Innenstadt und auf der Neusser Furth. Die Umsätze verdoppelten sich fast auf 30,9 Millionen Euro. Der mittlere Kaufpreis betrug 3480 Euro pro Quadratmeter. Auch bei den gebrauchten Eigentumswohnungen war mit 62,3 Millionen Euro ein Rekordumsatz zu verzeichnen. Die Preise lagen rund 8,5 Prozent über den Vorjahreswerten. Der mittlere Kaufpreis einer gebrauchten Eigentumswohnung betrug 2017 rund 1885 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Eine ähnliche Preisentwicklung wurde bei gebrauchten Ein- und Zweifamilienhäusern mit einer Steigerungsrate von 7,8 Prozent festgestellt. Ein Altbau kostete im Durchschnitt 340.000 Euro.

  • Übersicht : So teuer werden Eigenheime in Neuss 2018

Unverändert hoch war die Nachfrage nach Mehrfamilienhäusern. Bei gleichbleibender Anzahl an Käufen stieg der Umsatz um rund 73 Prozent auf 89 Millionen Euro. Weiterhin stiegen zuletzt die Kaufpreise stärker als die Wohnungsmieten, was zu sinkenden Renditen für die Eigentümer führte.

Bei den schlüsselfertigen Neuheiten spiegelte sich das knappe Bauland in Neuss wider. Es wurden lediglich 39 Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft. Bei gebrauchten Häusern gab es wie in den Vorjahren rund 330 Transaktionen.

Generell stiegen die Preise auf dem Neusser Grundstücksmarkt auch wegen der andauernden Niedrigzinsphase und der Bevölkerungsbewegungen hin zu den Ballungsräumen an der Rheinschiene. Auch die Nähe zur Landeshauptstadt Düsseldorf trug dazu bei, dass die Nachfrage nach Immobilien in Neuss belebt wurde. So stiegen in den vergangenen fünf Jahren die Preise für Wohnimmobilien um rund 25 Prozent an. Beim Wohnbauland waren es ungefähr 13 Prozent, beim Gewerbebauland 19 Prozent.

(gaa)