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Neuss: Ukrainische Hymne zur Schützenfest-Parade

Ukraine-Hilfe in Neuss : Ukrainische Hymne zur Schützenfest-Parade

Der zum Schützenfest übliche Fahnenschmuck am Rathaus hängt bereits. Dass eines der vier Banner gegen die ukrainische Fahne ausgewechselt wird, ist derzeit nicht vorgesehen. Gleichwohl werden die Neusser Bürgerschützen ein Zeichen setzen und auf den Krieg in der Ukraine aufmerksam machen.

Die Komiteemitglieder werden gelb-blaue Schleifen am Revers tragen, kündigt Schützenpräsident Martin Flecken an, zudem wird zur Parade am Schützenfestsonntag neben der deutschen auch die ukrainische Nationalhymne intoniert. Ob des Neusser schönstes Volksfest noch mit einer Benefizaktion zugunsten der Kriegsopfer verbunden wird, wird noch Gegenstand der beiden verbleibenden Komiteesitzungen vor dem Fest sein.

Dass Hilfe weiter bitter nottut, weiß Anna Adamovych. Die Vorsitzende des Unterstützervereins „Swiff“ lud am Montag zum ersten runden Tisch „Hilfe für Ukraine“ nach der Sommerpause ein und berichtete dort über eine sich zuspitzende Flüchtlingssituation in den Gebieten der westlichen Ukraine. Unter dem Ansturm von Flüchtlingen aus den Kriegsgebieten hätte sich die Einwohnerzahl mancher Städte dort bereits verdoppelt, gab sie weiter, was ihr von Landsleuten vor Ort berichtet wird. Der Verein ruft deshalb zu Sachspenden für die Menschen und die Krankeneinrichtungen dort auf. Kommende Woche gehe erneut ein Hilfsmitteltransport Richtung Ukraine ab, sagt Adamovych, unter anderem mit 25 Krankenhausbetten.

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Vor Ort in Neuss betreut Swiff rund 600 geflüchtete Ukrainer, darunter viele Kinder. Für sie wurde in der vergangenen Woche ein Feriencamp mit Workshops und Exkursionen organisiert, die unter anderem in die Stadtbibliothek führten. Denn auch für die ukrainischen Kinder am Montag beginnt jetzt das Schuljahr. Damit der Start klappt, organisierte Swiff einen Frage- und Informationsabend zum deutschen Schulsystem, an dem nach Angaben von Adamovych 150 Eltern teilnahmen.

Nächster Termin ist ein Dankeschön-Grillfest am 21. August an der Schellbergstraße – für die Ehrenamtler, die all das möglich machen.

(-nau)