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Neuss: Treff "Inkult" eröffnet, "Interkulturelle Projekthelden" als Träger

Neuer Jugendtreff in Neuss : Jugendzentrum „Inkult“ eröffnet

Ab sofort können Kinder und Jugendliche die Angebote des neuen offenen Treffs am Berghäuschensweg 30 nutzen. Am Sonntag war offizielle Eröffnung.

„Integration und Migration ist für uns Normalität – das möchten wir auch allen Kindern und Jugendlichen, die wir betreuen, mitgeben“, sagte Umut Ali Öksüz, Vorstandsmitglied im Trägerverein „Interkulturelle Projekthelden“, bei der Eröffnung des neuen Jugendtreffs „Inkult“ im Augustinusviertel. In Betrieb genommen wurden die Räume im zweiten Stock eines Gebäudes des Neusser Bauvereins mit einem Eröffnungsfest mit persischen Klängen und Rap-Musik, im Beisein vieler Gäste aus Politik, Kultur und Jugendarbeit, unter anderem Bürgermeister Reiner Breuer, dem Bundestagsabgeordneten Hermann Gröhe, Kulturamtsleiter Harald Müller und Susanne Benhary (Grüne).

Obwohl ein Schwerpunkt auf der Partizipation aller und auf Integrationsarbeit liege, sei das „Inkult“ nicht der erste interkulturelle Jugendtreff in Neuss, betonte Öksüz, denn „alle Jugendzentren der Stadt arbeiten interkulturell“. Als „Alltagshelden“ bezeichnete Reiner Breuer die Protagonisten des seit 2017 von der Stadt offiziell als Träger der Jugendhilfe anerkannten Vereins, in dem sich Pädagogen, Künstler, Schüler, Eltern und Studenten engagieren. „Auf diese Helden bin ich stolz. Sie tragen viel bei zu einer interkulturellen, freien und vielfältigen Stadtgesellschaft“, so Breuer.

Nach längerer Odyssee mit einer zeitweisen Beheimatung im Theater am Schlachthof sowie im offenen Treff im Barbaraviertel sei es nun höchste Zeit für ein neues Zuhause der „Interkulturellen Projekthelden“. „Nun können wir endlich auch tägliche Aktivitäten für Jugendliche anbieten“, sagte Anna Rajavi, die Jugendsprecherin der Initiative. Als die heute 17-Jährige mit georgischen Wurzeln vor acht Jahren nach Neuss kam, wurde sie von der Jugendinitiative bei den Hausaufgaben unterstützt – heute koordiniert sie selbst Projekte für und mit Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund.

Ab sofort können Kinder und Jugendliche im „Inkult“ am Berghäuschensweg 30 kickern, basteln, spielen, chillen, musizieren und vieles mehr. Aufgrund des interkulturellen Schwerpunkts habe der neue von dem Musikpädagogen Simon Tressin geleitete Jugendtreff eine „Strahlkraft in alle Neusser Stadtteile“ sagte Ann Christin Kaup vom Jugendamt. Das „Inkult“ ist in den Herbstferien montags bis freitags von 12 bis 16 Uhr geöffnet, nach den Ferien Montag und Mittwoch 15 bis 19.30 Uhr, Freitag und Samstag 15 bis 20.30 Uhr.