Neuss trauert um Städtebau-Berater Hans-Dieter Krupinski

Experte für Wohnungswesen und Städtebau: Neuss trauert um Hans-Dieter Krupinski

Er hat bis zuletzt in Ratingen gewohnt, doch gefühlt hat er sich als Neusser. Vor fast fünf Jahrzehnten gehörte Hans-Dieter Krupinski zu den Vätern des modernen Kolpingviertel in der Nordstadt - seither hat er in Neuss als Berater viele Akzente in Städtebau und Wohnungswirtschaft gesetzt. Jetzt verlor er den Kampf gegen seine schwere Krankheit. Er wurde 77 Jahre alt.

Er schätzte die Neusser als innovative Partner: „Sie sind beweglicher und schneller als andere.“ Vor fast fünf Jahrzehnten stieß Hans-Dieter Krupinski auf Dieter Domhoff. Der damalige Chef der Gemeinnützigen Wohnungs-Genossenschaft (GWG) Neuss begeisterte ihn für die Idee, das herunter gekommene Kolpingviertel zu erhalten und im Sinne einer Stadtreparatur zu sanieren. Aus dem Modellversuch wurde ein Vorbild für NRW - und Neuss gewann einen Freund und „Türöffner“, der die Abteilung für Siedlungsentwicklung im NRW-Bauministerium leitete. Seine Stimme ist verstummt. Hans-Dieter Krupinski erlag einer schweren Krankheit. Er wurde 77 Jahre alt.

Hans-Dieter Krupinski, Experte für Wohnungswirtschaft.
Hans-Dieter Krupinski war Experte für Wohnungswirtschaft. Foto: frei

Obwohl er bis zuletzt in Ratingen wohnte, wurde er über die Jahre hinweg „neusserisch“ - wie er es selbst formulierte. Er liebte Neuss und die Neusser liebten ihn. Dafür stehen neben der Neugestaltung des Kolpingviertels ehrgeizige Projekte unter den Stichworten Entwicklungsmaßnahme Allerheiligen, Stadtteilerneuerung Erfttal, Erneuerung Marienkirchplatz, Wohnquartier Südliche Furth sowie viele Vorhaben des Neusser Bauvereins und der GWG. Erste Ansprechpartner Krupinskis in Neuss waren oftmals Klaus Harnischmacher, der langjährige Bauvereins-Chef, und der frühere Landtagsabgeordnete Heinz Sahnen. Seine Beisetzung findet am Dienstag (19.) im engsten Familienkreis statt.

(lue-)