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Neuss: Trauer um die Museumspädagogin Lotte Sturm

Erste Museumspädagogin in Neuss : Trauer um die Museumspädagogin Lotte Sturm

Im Alter von 84 Jahren ist die Künstlerin am vergangenen Sonntag gestorben. Sie war von 1974 bis 2000 am Clemens-Sels-Museum tätig.

Wie viele Kinder und Jugendliche mag sie als Museumspädagogin wohl in Neuss an Geschichte und Kunst herangeführt haben? Das wird kaum zu zählen sein, und die Kinder von damals sind heute längst Erwachsene. Gleichwohl bleibt Lotte Sturm im Gedächtnis, in deren und letzten Endes in dem der Stadt – auch nach ihrem Tod am vergangenen Sonntag, nach einem Jahr der Stürze und Krankenhausaufenthalte. Lotte Sturm wurde 84 Jahre alt, und zu ihren engsten Begleiterinnen  gehören zweifellos Gisela Götte und Christiane Zangs. Beide ehemalige Museumschefinnen in Neuss, Kolleginnen also und daher vom Thema sehr nah, aber eben auch im Alltag: „Besonders Gisela Götte hat sich um Lotte gekümmert“, sagt Christiane Zangs, heute Kulturdezernentin, ohne jedes Zögern. 

  Lotte Sturm hatte immer ihren eigenen Kopf, ihre eigenen Vorstellungen von Kunst und deren Würdigung, konnte unbequem und manchmal auch anstrengend sein. Aber was man ihr nie absprechen konnte: die lebendige Vermittlung der Neusser Geschichte, die ihr regelrecht am Herzen lag. Seit 1963 lebte die Künstlerin, die eine prägnante Zeichnerin war,  mit ihrer Familie in Neuss. Unter Irmgard Feldhaus war sie zunächst freie, später feste Mitarbeiterin im Bereich der Kunstvermittlung. Lotte Sturm war die erste Museumspädagogin am Haus. schied im Jahr 2000 altersbedingt aus. Und so trauert auch das Clemens-Sels-Museum um seine ehemalige Mitarbeiterin. 

Neben ihren zarten und minutiösen Zeichnungen  – vor allem von Obst und Gemüse – illustrierte Sturm Märchen und erdachte Geschichten. Zu den bekanntesten Veröffentlichungen gehört ihr Lieblingsmärchen „Von der Königin, die keine Pfeffernüsse backen und dem König, der das Brummeisen nicht spielen konnte“.