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Neuss: Theater am Schlachthof zeigt Borcherts Draußen vor der Tür ohne Eintritt

Spenden für Ukraine : TAS in Neuss zeigt Antikriegsstück ohne Eintritt

Das Theater am Schlachthof zeigt Borcherts Klassiker „Draußen vor der Tür“ ab dem 11. März bei freiem Eintritt. Stattdessen können die Besucher für die Ukraine spenden.

Bereits im vergangenen November hatte Wolfgang Borcherts „Draußen vor der Tür“ seine Premiere im Theater am Schlachthof (TAS). Nun, durch den Krieg in der Ukraine, ist das Stück für das Theaterteam aktueller denn je. Und so habe sich das TAS entschieden, über die nachhaltigen Folgen von Krieg aufzuklären, in dem es die letzten vier Vorstellungen von „Draußen vor der Tür“ bei freiem Eintritt spielt. Stattdessen können die Zuschauer im Anschluss einen selbst gewählten Beitrag für die Ukraine spenden. Das Theater übergibt die Spenden an die Aktion Deutschland hilft.

 Das Theater am Schlachthof in Neuss zeigt „Draußen vor der Tür“.
Das Theater am Schlachthof in Neuss zeigt „Draußen vor der Tür“. Foto: Christoph Krey

Borcherts Drama ist ein Anti-Kriegsstück: Es geht darin um einen Mann, der nach einem Kampfeinsatz zurück nach Hause kommt. Aber niemand ist da, den es interessiert. Er hat keinen Beruf mehr, seine Frau ist weg, seine Eltern gestorben. Und sein Land übernimmt keine Verantwortung für ihn. Und so ist er allein mit seinen Verwundungen. In der TAS-Inszenierung, bei der Markus Andrae Regie führte, wird sich insbesondere auf die Traumatisierung und die Psychologie der Figur konzentriert. Dafür ist einiges aus dem Original gekürzt worden. Überhaupt werde das Drama aus dem Kontext des Zweiten Weltkrieges herausgeholt.

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Drei Fragen stehen im Mittelpunkt der Handlung: Wie kommt es, dass individuelles Sterben als großes Leid, in Millionenzahlen aber ohne größere Betroffenheit wahrgenommen wird? Wer trägt die Verantwortung für eine gesellschaftliche Schuld? Und: Wo steckt Gott, wenn man ihn wirklich braucht? Drei Darstellende (Lars Evers, Tim Fleischer und Johanna Wagner) teilen sich die vielen Rollen des 75-minütigen Stücks. Gezeigt wird es nun bei freiem Eintritt am Freitag, 11. März, Samstag, 19. März, sowie am Freitag, 8. April, und am Samstag, 9. April, jeweils um 20 Uhr. Um Reservierung unter www.tas-neuss.de oder per Telefon 02131 277499 wird gebeten.

(ubg)