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Neuss: TAS präsentiert einen musikalisch-poetischen Streifzug

Premiere von „Hafenklänge“ : TAS präsentiert einen musikalisch-poetischen Streifzug

Der neue Premierentermin steht: Am 28. Januar präsentiert das Theater am Schlachthof „Hafenklänge“ – und damit einen musikalisch-poetischen Streifzug aus der Reihe „Text &Töne“.

Es war alles schon geplant, die Sitzplätze reserviert und die Karten verkauft – doch dann musste das Theater am Schlachthof (TAS) kurzfristig seine angesetzte Premiere „Hafenklänge“ verschieben: Das war im vergangenen Jahr, nun ist ein neuer Premierentermin gefunden. Am Freitag, 28. Januar, 20 Uhr, präsentiert das Theater nun seinen musikalisch-poetischen Streifzug aus der Reihe „Text &Töne“. Es ist ein 70-minütiger Solo-Abend mit Markus Andrae, dem künstlerischen Leiter des TAS.

Die Idee zu dem Programm ist Markus Andrae gekommen, als er vor einigen Jahren am Romaneum die Schautafel zur ersten urkundlichen Erwähnung des Neusser Hafens als Handelsplatz im Jahr 1021 entdeckte. Dem an der Ostsee aufgewachsenen künstlerischen Leiter des TAS sei so die Idee gekommen, zum 1000. Geburtstag des Neusser Hafens im Jahr 2021 ein kleines literarisch-musikalisches Programm über Häfen und Seefahrt zu machen, berichtet der Pressesprecher Dennis Prang. „Außerdem wäre es eine super Gelegenheit, mein Heimweh nach der Ostsee mit einer Würdigung des Neusser Hafens zu verbinden“, fügt Markus Andrae hinzu, der seit zehn Jahren in Neuss lebt.

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Corona sorgte dafür, dass die ursprünglich für das Jubiläumsjahr geplante Premiere verschoben werden musste: Dies führte auch zu einigen Anpassungen im Programm. So seien es inzwischen „etwas mehr Texte als Töne geworden“, verrät der Pressesprecher. Dabei sind alle Beiträge, und das ist Andrae besonders wichtig, „jenseits von maritimem Kitsch und Shanty-Rührseligkeit“. Die von ihm auf der Gitarre gespielten Lieder über Häfen und Seefahrt nennt er so lieber „poetisch-melankomisch“ und die Geschichten „literarisches Seemannsgarn“. Sie sollen über das wahre Leben mit und auf Schiffen erzählen.

Häfen spielen dabei eine wichtige Rolle, sie sind Umschlagplätze für Waren und Träume, ein Sehnsuchtsort für Ankommende und das Tor in die Weite der Meere. Der Geruch nach Salz und der Klang von Möwen und harter Arbeit soll in den Interpretationen der Traditionals und Lieder, die unter anderem von Udo Lindenberg bis Jacques Brel, von Otis Redding bis Element of Crime stammen, ebenso eine Rolle spielen wie in den Geschichten von Joachim Ringelnatz bis Sigfried Lenz, von Walter Moers bis Fernando Pessoa, Ambrose Bierce und G. A. Bürger. „Es ist sicherlich ein sehr persönliches Solo des künstlerischen Leiters des TAS, verbunden mit dem Wunsch, ein Programm zu machen für alle, die sich wie er manchmal ans Meer träumen wollen“, sagt Dennis Prang.

Für den Einlass gilt die 2G-Regel, das Team empfiehlt, vor jedem Besuch einen Schnelltest zu machen. Im gesamten Gebäude gilt Maskenpflicht, zusätzlich gibt es in den Räumen mobile Luftreiniger, die die Raumluft alle 20 Minuten austauschen. Es wird mit Abstand bestuhlt, so dass im kleinen Saal aktuell 35 Menschen (statt den gewöhnlichen 80) einen Platz finden. Ansonsten nutzt das Theater am Schlachthof die Zeit, um einige Renovierungsarbeiten vorzunehmen. Neben einigen „Verschönerungsmaßnahmen“ bekommt die große Bühne derzeit einen neuen Boden.

neuer Premierentermin gefunden. Am Freitag, 28. Januar, 20 Uhr, präsentiert das Theater nun seinen musikalisch-poetischen Streifzug aus der Reihe „Text &Töne“.

(NGZ)