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Neuss: Streetfood-Festival verlässt die Rennbahn

Letzter Galopprenntag in Neuss : Streetfood-Festival verlässt die Rennbahn

Mit einem Sponsor und seinem Geschäftspartner Dustin Thissen will Veranstalter Marc Pesch das kulinarische Angebot über den Sommer fortführen. Mit dem Reiterverein sei er über eine Fortsetzung der Kooperation im Gespräch.

Das Streetfood-Festival orientiert sich neu. Zum Finale am Sonntag, dem letzten Renntag der Galoppsaison in Neuss, erwartet Veranstalter Marc Pesch noch einmal bis zu 5000 Besucher an der Hammer Landstraße, danach möchte er mit diesem Veranstaltungsformat an anderer Stelle im Stadtgebiet weitermachen. Details werde er erst am Sonntag auf Plakaten und mit Durchsagen bekannt geben, sagt Pesch – damit es seine Partner nicht aus der Zeitung erfahren. Ob er am 8. und 22. Dezember, für die der Neusser Reiter- und Rennverein bei Neuss Marketing noch einmal zwei Galopprenntage angemeldet hat, als Partner des NRRV wieder auf die Rennbahn zurückkehrt, ist nicht abschließend geklärt. Man sei in Gesprächen sagt Pesch, der aber zumindest an einem dieser Termine schon anderweitig gebunden ist. Er werde aber versuchen, das so zu gestalten, dass es ein Angebot auf der Rennbahn geben wird, sagte er.

Zur Selbstvergewisserung seiner Entscheidung hatte Pesch vorab per Facebook eine Umfrage gestartet, an der sich über 400 Neusser beteiligten. Keiner gab an, dass ihm ein Streetfood-Festival im Winter, also in Kombination mit einem Renntag, reiche. Die Masse wollte regelmäßige Wiederholungen dieses Angebotes – am besten noch mit Musik und etwas Abendprogramm. Das werde es nicht geben, sagt Pesch, der – auf einen großen Sponsor gestützt – das Streetfood-Festival vermutlich alle zwei Monate ausrichten will. Damit wolle er schon relativ bald starten.

Gerüchte aus dem Umfeld des NRRV, Neuss Marketing als Vermieter der Rennbahn würde eine Konkurrenzveranstaltung zu diesem Festival-Format aufziehen wollen, dementierte Geschäftsführer Jürgen Sturm energisch. „Wir haben ja schon seit Jahren unser eigenes Festival auf dem Freithof“, sagt er. „Abwerbegespräche“ mit Pesch habe es erst recht nicht gegeben. Sturm erkennt aber dessen Arbeit an. „Das Festival ist gut angekommen und hat sich schnell etabliert“, sagt er. Das würden auch die Besucherzahlen belegen. Und weiter: „Es ist sicher ein Baustein, um die Renntage attraktiver zu gestalten.“ Über die Dezembertermine auf der Rennbahn im Sinne einer Fortsetzung habe Pesch mit Neuss Marketing aber noch nicht gesprochen, betont Sturm. „Es liegt dazu keine offizielle Anfrage vor.“

Pesch glaubt seinerseits fest an einen Erfolg ohne Galopp. „Machen wir uns nichts vor: Von den 4000 Rennbahn-Besuchern kommen 3000 bis 3500, weil sie das Essen gut finden.“ Vor einer Fortsetzung an anderem Ort sei er daher nicht bang. „Das Konzept ist aus meiner Sicht überraschend gut angenommen worden“, sagt er. Man dürfe das Veranstaltungsformat aber auch nicht überstrapazieren.