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Neuss: Stationärer Handelt trotzt der Online-Konkurrenz zum Black Friday 2019

Einkaufen in Neuss : „Black Friday“: Einzelhandel trotzt Online-Konkurrenz

Der stationäre Handel setzt auf seine Stärken wie zum Beispiel die Beratung durch Fachpersonal. Das gibt’s so im Internet nicht.

Die Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Innenstadt zu stärken. Nun steht der sogenannte Black Friday bevor, in den USA seit Jahrzehnten eine Institution, in Deutschland erst seit einigen Jahren wirklich etabliert, gilt er als einer der umsatzstärksten Verkaufstage. Und das sowohl im stationären Handel als auch im Internet, gelockt wird anlässlich des Shopping-Tages mit zahllosen Rabatten. Aber der Einzelhandel ist sich seiner Stärken und seiner guten Angebote bewusst – und setzt sie dem Onlinehandel entgegen. „Bisher kann sich der stationäre Handel gegenüber dem Internethandel durchaus behaupten“, sagt Christoph Napp-Saarbourg, Vorsitzender der ZIN. Eine konkrete Aktion in der Innenstadt sei zum „Black Friday“ nicht geplant.

Für die Attraktivität der Innenstadt als Einkaufsmöglichkeit sorge die ZIN während der Weihnachtszeit lieber zu anderen Gelegenheiten, wie beispielsweise dem Weihnachtsmarkt oder mit gemütlicher Beleuchtung der Straßen. „Rabatte und Prozente sehen wir nicht als geeignete Maßnahme für die Stärkung des stationären Handels“, sagt Napp-Saarbourg. Die Vorteile des Einzelhandels gegenüber dem Internet bestünden vor allem in der Möglichkeit, etwas auszuprobieren, und in der Beratung durch Fachpersonal. „Wir glauben, dass die Kunden bereit sind, für diesen Service auch etwas zu geben, also auch einen höheren Preis als im Internet zu bezahlen.“

Der Meinung ist auch Armin Badort, der mit seinem gleichnamigen Juweliergeschäft in der Innenstadt angesiedelt ist. „Wir verkaufen Luxus, besonders schöne und qualitativ hochwertige Produkte zu einem angemessenen Preis“, sagt er. Diese Produkte seien am „Black Friday“ doch nicht weniger wert, weswegen es bei ihm im Geschäft auch keine Prozente gibt an dem jährlichen Super-Shopping-Tag. „Das funktioniert auch ganz gut, nur vereinzelt fragen Leute bei uns da nach Rabatten“, sagt Armin Badort. Für seinen Umsatz sei der „Black Friday“ nicht relevant.

Traditionell findet der „Black Friday“ in den USA immer am Tag nach Thanksgiving statt und markiert den Startschuss für die Weihnachtssaison. Der „Black Friday“ steht nun wieder an – am 29. November.