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Neuss: Stadt treibt Kita-Ausbau voran

Kinderbetreuung in Neuss : Stadt treibt Kita-Ausbau voran

Die 101 ist im Blick. So viele Kindertagesstätten soll es ab 1. August zum Start des neuen Kita-Jahres in Neuss geben. Denn die Stadt wächst, ist bei Familien beliebt – und das bedeutet einen steigenden Betreuungsbedarf für Kinder.

Die 101 ist im Blick. So viele Kindertagesstätten soll es ab 1. August zum Start des neuen Kita-Jahres in Neuss geben. Denn die Stadt wächst, ist bei Familien beliebt – und das bedeutet einen steigenden Betreuungsbedarf für Kinder. Als Jugenddezernent Ralf Hörsken vor vier Jahren seinen Dienst in Neuss antrat, gab es 83 Kitas, inzwischen sind es 100, bis 2025 wird der Bedarf auf weitere 25 geschätzt. Darüber, wie der Ausbau voranschreitet, machte sich Bürgermeister Reiner Breuer jetzt ein Bild in der neu gebauten Kita „Wimmelbild“, die im kleinen Rahmen an die Lebenshilfe Neuss als Träger übergeben wurde. Zwar hat die Kita ihren Betrieb bereits im Februar aufgenommen, aber die für März geplante Eröffnungsfeier musste corona-bedingt ausfallen. Die barrierefreie Kita bietet 60 Kindern mit und ohne Behinderung Raum. Insgesamt vier Gruppen werden dort betreut.

Zudem hat der Bürgermeister die Baustellen der Kitas „Lahnstraße“ und „Weißenberger Weg“ besucht, deren Inbetriebnahme für das Kita-Jahr 2021/22 geplant ist. Das Gebäude an der Lahnstraße wird in massiver Bauweise errichtet und erhält umlaufend eine Fassade aus Faserzementplatten. Die Kita wird vier U3-fähige Gruppen für bis zu 80 Kinder beherbergen. Zusätzlich gibt es verschiedene Nebenräume, alle in behindertengerechter Ausstattung. Die Gesamtkosten für den Kita-Neubau wurden mit 3,5 Millionen Euro kalkuliert.

Ein Hingucker soll die neue Einrichtung am Weißenberger Weg werden, die laut Stadt als erste Kita in Neuss in kompletter Holz-Massivbauweise – es wird Fichtenholz verwendet – errichtet wird. Der Neubau befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Geschwister-Scholl-Haus. Es entstehen behindertengerechte Zugänge und Räume für insgesamt 80 Kinder, aufgeteilt auf vier Gruppen. Geplant sind Erdwärmenutzung und Fußbodenheizung. Das Flachdach ist als Gründach konzipiert. Neben den Gruppenräumen wird es weitere Räume geben wie zum Beispiel einen Therapieraum sowie einen Mehrzweckraum. Die Gesamtkosten belaufen sich ebenfalls auf 3,5 Millionen Euro.

Maßstäbe setzt auch die Kita Wimmelgarten. Geheizt wird dort mit Erdwärme unter laut Stadt geringem Energieverbrauch. Dachbegrünung, Holzverschalung und Wärmerückgewinnung durch die Lüftungsanlage seien weitere Pluspunkte im Bereich Nachhaltigkeit. Das passt zur Lage der neuen Einrichtung in der Klimaschutzsiedlung in Holzheim.

(abu)