Neuss: Stadt fällt 40 Bäume im Jostensbusch

Sperrung der Anlage dauert bis Ende Oktober: Verwaltung muss 40 Bäume im Jostensbusch fällen

Im Jostensbusch stehen kurzfristig ab Montag dringend erforderliche Baumarbeiten an. Die Grünanlage ist aus Sicherheitsgründen seit vergangenem Freitag für die Benutzung durch die Öffentlichkeit gesperrt.

Das teilte das städtische Presseamt mit.

Nach Auswertung eines Gutachtens, das die Stadt Neuss beauftragt hat, steht nun der Umfang der notwendigen Maßnahmen fest: Um eine verkehrssichere Nutzung wieder zu ermöglichen, müssen rund 40 Bäume entfernt werden. Zudem müssen die Kronen an weiteren rund 40 Bäumen geschnitten werden, um Astausbrüche zu verhindern. Rund 70 Prozent der geschädigten Bäume sind Buchen, die bei der Baumkontrolle im vergangenen Jahr Auffälligkeiten in ihrer Vitalität zeigten.

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Durch die lange Trockenheit in diesem Sommer und den Befall mit Pilzkrankheiten, wie Buchenkohlenbeere und Rußrindenkrankheit, sind diese Bäume in ungewöhnlich kurzer Zeit abgestorben, steht es in der Erklärung des Presseamtes zu den notwendigen Arbeiten. In wieweit der restliche Buchenbestand in den nächsten Jahren erhalten bleiben kann, darüber kann noch keine gesicherte Aussage getroffen werden.

Die Arbeiten werden etwa vier Wochen dauern, so dass die Sperrung voraussichtlich bis Ende Oktober aufrecht erhalten bleiben muss. Vor den Fällarbeiten erfolgt noch eine Artenschutzprüfung. Es könnten sich beispielsweise in hohlen Baumstämmen geschützte Tierarten befinden, die von außen nicht so ohne weiteres sichtbar sind. Sollte das Fall sein, werden sie natürlich rechtzeitig geborgen und umgesetzt. Im Anschluss an die Arbeiten sind standortgerechte Baumpflanzungen vorgesehen. Die Neubauarbeiten zur Umgestaltung der Parkanlage, die zurzeit laufen, würden von dieser Maßnahme nicht beeinträchtigt, heißt es weiter aus dem Rathaus.

(NGZ)
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