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Neuss: Sprachnachrichten des 21-jährigen Terrorverdächtigen ausgewertet

Nach SEK-Einsatz in Neuss : Sprachnachrichten von Terrorverdächtigen ausgewertet

Ein 21-Jähriger aus Neuss soll bei der Vorbereitung eines geplanten Anschlags in der Wiener U-Bahn geholfen haben. Noch immer sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Nun kommen neue Details über die Kommunikation mit seinem mutmaßlichen Komplizen aus Österreich (18) ans Tageslicht.

Wie die Nachrichtenagentur APA jetzt mitteilte, sind zahlreiche Sprachnachrichten, die sich die beiden im Zeitraum von September bis Dezember vergangenen Jahres geschickt haben sollen, nun ausgewertet worden. Laut APA, die sich auf ein Gespräch mit Wolfgang Blaschitz — dem Verteidiger des 18-Jährigen — bezieht, sei es darin um das Vorhaben des Wieners gegangen, eine Bombe zu bauen.

In den Vernehmungen habe der Wiener jedoch mitgeteilt, dies nur gesagt zu haben, um vor dem drei Jahre älteren Neusser nicht als Feigling dazustehen. Aus den Chats gehe zudem hervor, dass der 18-Jährige im Dezember von sich aus den Kontakt zu dem Neusser abgebrochen haben soll. Weitere Auswertungen von Sprachnachrichten — auch von Drittpersonen — sollen angekündigt worden sein.

Zudem spricht die Nachrichtenagentur von aus Deutschland stammenden Gerüchten, der 18-Jährige werde von den Ermittlern im Vergleich zum Neusser als gefährlicher eingeschätzt. Der 21-Jährige war Ende Januar bei einem SEK-Einsatz in seiner Wohnung in Neuss-Weißenberg verhaftet worden.

( jasi)