Sporthafen Neuss Politik gibt grünes Licht für Entschlammung des Hafenbeckens

Grimlinghausen · Die Vertiefung des Sporthafens genießt oberste Priorität und muss in diesem Winter erledigt werden. Das sieht auch die Politik so und koppelte das Projekt von anderen Vorhaben rund um das Hafenbecken ab.

Bei sogenanntem Niedrigwasser wurden im Sporthafen zuletzt kaum mehr 50 Zentimeter Wassertiefe gemessen. Zu wenig, um ein- oder ausfahren zu können. Das macht die Entschlammung so dringlich.

Bei sogenanntem Niedrigwasser wurden im Sporthafen zuletzt kaum mehr 50 Zentimeter Wassertiefe gemessen. Zu wenig, um ein- oder ausfahren zu können. Das macht die Entschlammung so dringlich.

Foto: Simon Janßen

Die nächste Saison im Sporthafen soll für die dort beheimateten Wassersportvereine sorgenfrei verlaufen. Dazu ist es nötig, dass die Entschlammung des Hafenbeckens erfolgt, die schon für das Jahr 2021 angepeilt worden war. Kostenpflichtiger Inhalt Der Sportausschuss gab nun endgültig grünes Licht für dieses Projekt, das in der Winterpause erledigt werden soll. Es bestehe keine Möglichkeit mehr, das Vorhaben weiter aufzuschieben, sagte Sportdezernent Matthias Welpmann. „Wir wären sonst schon wieder in der nächsten Saison.“

Das Thema Entschlammung wird deshalb von anderen Vorhaben im Hafen abgekoppelt, so wie schon die Verlagerung des Feuerlöschbootes „Alfons Frings“ abgekoppelt worden war. Grund dafür war vor Jahresfrist, dass sich das Land zu den Themen Neuanschaffung oder Sanierung des Löschbootes ebenso ausschweigt wie zur Standortfrage.

Das Bremer Planungsbüro Inros Lackner hatte die Situation im Sporthafen bewertet und einen Maßnahmen- und Kostenplan entwickelt. Der umfasst auch die Erneuerung der 60 Jahre alten Spundwände am Hafenbecken und dem Ausfahrtkanal Richtung Rhein. Sie zu erneuern ist dringlich, aber das erfolgt nun doch nicht im Zusammenhang mit der Entschlammung.

Offen ist ferner nach wie vor, wann der alte Minenräumer, seit 1970 Heimboot des Marine-Vereins, abgewrackt wird. Lange hieß es, dass die Entfernung des Bootes erfolgen muss, bevor die Bagger sich um das Hafenbecken kümmern. Allerdings sind die Gespräche, die die Stadt mit dem Schiffseigner über eine Kostenverteilung führt, noch zu keinem Abschluss gekommen.

Zuletzt war das Hafenbecken 2011 ausgebaggert worden. Kostenpunkt damals: 150.000 Euro. Für die Wiederholung der Arbeit, bei der schätzungsweise 6000 Kubikmeter Schlick zu entfernen sind, kalkuliert die Stadt mit Kosten in Höhe von 250.000 Euro. Werden die Arbeiten umgehend beauftragt, sind die Bagger weg, wenn mit dem Anfahren im April die neue Saison beginnt.

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