Neuss: Spielhallen-Schließungen verzögern sich

NRW-Erlass: Spielhallen-Schließungen in Neuss verzögern sich

Landtagsabgeordneter Geerlings (CDU) mahnt an, dass der NRW-Erlass zu Spielhallen in Neuss nicht umgesetzt wird. Eigentlich sind Kommunen seit Dezember vergangenen Jahres angehalten, der Eröffnung und dem Betrieb von Spielhallen enge Grenzen zu setzen.

Der Neusser Landtagsabgeordnete Jörg Geerlings (CDU) schlägt nun Alarm. "Bislang ist in Neuss nichts Erkennbares geschehen." Als konkretes Beispiel nennt er: "Auf der Kapitelstraße in der Innenstadt existiert noch eine Spielhalle vis à vis zu einem Kindergarten. Genau solche Konstellationen soll das neue Gesetz verhindern."

Sein Eindruck sei, dass die Stadtverwaltung mögliche Auseinandersetzungen mit Spielhallenbetreibern bis hin zum Risiko eines Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht scheue", sagt Geerlings. Auf Nachfrage unserer Redaktion bei der Stadt machte ein Sprecher deutlich, dass es zu der Verzögerung komme, weil alle Neusser Spielhallenbetreiber versuchen, Härtefallregelungen geltend zu machen. Das Ergebnis der Prüfung stehe noch aus.

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Rund 13 Millionen Euro wurden im Jahr 2016 in Spielautomaten auf Neusser Stadtgebiet verzockt. Knapp 9,5 Millionen davon in Spielhallen, der Rest in der Gastronomie. "Das ist eine hohe Summe für diese Einwohnerzahl", sagte eine Sprecherin der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW. Problematisch wird es laut Geerlings vor allem, wenn die Spieler süchtig werden. "Dann kommt es oft zu Überschuldung, Krankheit oder sogar Beschaffungskriminalität", so die Äußerung des Landtagsabgeordneten.

(jasi)