Neuss: SPD freut sich auf Doppelspitze Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken

Reaktionen aus Neuss : Neusser SPD ist zufrieden mit neuer Doppelspitze

Die SPD-Spitze in Neuss verspricht sich nach dem Mitgliederentscheid zum Parteivorsitz frischen Wind in Berlin. Nun gelte es, dringliche Themen anzugehen.

„Die Entscheidung der Mitglieder der SPD für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans freut mich, weil sie Bewegung in die Große Koalition und in die SPD auf Bundesebene bringen wird“, erklärt Bürgermeister Reiner Breuer. „Ich kenne ,NoWaBo’ insbesondere aus meiner dreijährigen Zeit als Neusser Landtagsabgeodneter und schätze ihn als Fachmann und Menschen, der ein Ohr für die Probleme der Bürger und die Belange der Kommunen hat.“ Norbert Walter-Borjans war von 2010 bis 2017 NRW-Finanzminister.

Auch der Neusser SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sascha Karbowiak begrüßt das Ergebnis des Mitgliederentscheids. „Es zeigt auch, dass in der SPD eine große Unzufriedenheit über die Zusammenarbeit mit der Union in der Großen Koalition herrscht. Da müssen jetzt Nachverhandlungen her, insbesondere mit Blick auf so große Themen wie den Klimaschutz“, sagt Karbowiak. Sei die Union nicht zu Nachbesserungen bereit, dann sei es „für die Große Koalition kurz vor Mitternacht“.

Der SPD-Kreisvorsitzende Daniel Rinkert ist froh, dass nun Klarheit herrscht. „Die Entscheidung ist endlich da, das ist das Wichtigste“, sagt er zum Votum der Basis für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans als neue Parteichefs. Nach Ansicht des Grevenbroichers gelte es nun, dieses Ergebnis zu respektieren und Solidarität zu üben. „Wir werden zwar nicht Wahlen gewinnen, nur weil wir solidarisch miteinander umgehen. Es werden aber auch keine Wahlen gewonnen, wenn wir unsolidarisch sind – jetzt ist Geschlossenheit gefragt“, appelliert Rinkert. Was die Zukunft der Großen Koalition betrifft: „Ich kann nur davor warnen, einfach Schluss zu machen“, meint der Kreispartei-Chef. „Die SPD hat vieles aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt – solche Erfolge müssen wir auch mal feiern.“ Schon alleine wegen des Strukturstärkungsgesetzes, das die hiesige Region betrifft, spricht sich Rinkert für ein Weitermachen aus.

(abu/wilp)