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Neuss: Spätkirmes in Hoisten sorgt für lang vermisste Geselligkeit

Schützenfestliche Musik in Neuss : Spätkirmes in Hoisten – endlich wieder Geselligkeit

Schützenfestliche Musik und eine Atmosphäre, die ankam: 570 angemeldete Besucher feierten in Hoisten mit – natürlich coronakonform. Zudem wurden Ehrungen nachgeholt.

Am Samstag strahlte die Sonne mit den Schützen der Hubertus-Bruderschaft Hoisten um die Wette: Die Spätkirmes lockte 570 angemeldete Besucher auf den Alten Sportplatz, auf dem normalerweise der Schießwettbewerb stattfindet. Corona-bedingt fiel das Schützenfest im Juni aus, umso glücklicher waren alle über die Spätkirmes, deren Ausrichtung am traditionellen Termin erst vor 14 Tagen beschlossen worden war: „Das Fest ist das Ergebnis von Befürchtungen und ‚Lass uns etwas machen‘“, erklären Brudermeister Klaus-Dieter Reichl und Oberst Jörn Neßlinger. Sieben weiße offene Pagodenzelte mit Boden, Stände und Zelte einzelner Züge sowie eine Bühne gruppierten sich um die große Rasenfläche und spiegelten Festivalcharakter wider.

Zugang gab es nur nach Kontrolle von Impf- und Genesenennachweis sowie Personalausweis und Hinterlegung der Kontaktdaten – vom Serviceteam freundlich und konsequent umgesetzt. Die Besucher sorgten für eine fröhliche und lockere Atmosphäre, unterhielten sich in Gruppen, genossen Bier aus Flaschen, Deftiges vom Schwenkgrill oder das mitgebrachte Frühstück. Musikalisch unterstützten das Tambourcorps Germania Hoisten und der Musikverein Frohsinn Norf die gute Stimmung. Abends spielten die „Real Tones“ auf. Artur Koziatek, Schützenkönig in Wartestellung, fand es einfach „mega“: „Mit so vielen Anmeldungen haben wir gar nicht gerechnet!“ Dennis und Isabel Gudenkauf und Markus Reichl vom Artelleriecorps freuten sich, wieder feiern zu dürfen. Klaus Thielen, seit 30 Jahren aktiver Schütze, konnte seine Freude kaum in Worte fassen: „Als geselliger Mensch habe ich das so vermisst.“ Carina Krings reiste aus Nettetal an, um schützenfestliche Musik und die Atmosphäre zu genießen. Brudermeister Reichl holte Ehrungen nach: die Züge „Hoistener Junge“ für 25-jähriges und „Volles Horn“ für 50-jähriges Bestehen. 2020 blickten Andre Schmitz, Sven Rommerskirchen und Marcel Stein auf 25 Jahre Zugehörigkeit zurück und 2021 Stefan Schiffer, Stephan Winkler, Markus Schlangen, Carsten Roether, sowie Dennis und Tim Gudenkauf.