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Neuss: Sommerkonzert im Botanischen Garten geplant

Grüne Oase in Neuss : Sommerkonzert im Botanischen Garten geplant

Erholung und exotische Pflanzen – das bietet der Botanische Garten in Neuss. Der Verein der Freunde und Förderer hat auch bereits eine Veranstaltung nach dem Lockdown geplant. Dazu werden preisgekrönte Musiker erwartet.

Am 1. August soll ein Sommerkonzert im Botanischen Garten stattfinden. Wegen Corona ist es die einzige Veranstaltung, die für dieses Jahr dort geplant ist. Um 18 Uhr soll das Nerida-Quartett auftreten. Es besteht aus Saskia Niehl, Nevena Tochev, Alma Tedde sowie Pietro Montemagni. Der Name „Nerida“ bezieht sich auf die Nereiden aus der griechischen Mythologie, die das Wasser als Symbol für ein fließendes und wandelbares Element darstellen. Die Violine und das Violoncello gehören zu den wichtigsten Instrumenten der vier Musiker.

 Farbenfroher Bewohner des Vogelschauhauses.
Farbenfroher Bewohner des Vogelschauhauses. Foto: Saskia Karbowiak

Das Nerida-Quartett konnte schon besondere Erfolge für sich verbuchen, im November 2019 gewann es den Förderpreis beim Kammermusikwettbewerb Boris- Pergamenschikow-Preis für zeitgenössische Kammermusik an der Hochschule Hanns Eisler Berlin. Dafür wurde es mit dem ersten Preis an der Swiss Chamber Music Competition Orpheus ausgezeichnet. Daraufhin folgten mehrere Einladungen zu Schweizer Musikfestivals, unter anderem trat das Nerida-Quartett im September 2020 beim Swiss Chamber Musik Festival Adelboden auf. Im Jahr 2020 erhielt das Ensemble ein Stipendium bei der französischen Musikakademie „Musique à Flaine“.

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Der Botanische Garten selbst liegt etwas versteckt an der Bergheimer Straße. In der grünen Oase sind zahlreiche Blumen und Pflanzen heimisch. „Im Botanischen Garten stehen exotische Pflanzen aus aller Welt, die es in Neuss sonst nirgendwo zu sehen gibt“, sagt Irene Fleisch-Fechter, stellvertretende Vorsitzende der Freunde und Förderer des Botanischen Gartens Neuss. „Von Mammutbäumen über Kaffeebäume bis hin zu Zitruspflanzen, der Botanische Garten sticht vor allem durch seine Vielseitigkeit hervor.“ Der Botanische Garten wurde 1914 gegründet, damals nutzte der Gartendirektor Franz Zimmermann den Garten für den Anbau von Gemüse, Kartoffeln und Pflanzen. Im Zweiten Weltkrieg wurde dieser durch Bombeneinschläge stark beschädigt, ab 1948 jedoch wieder aufgebaut. Im Laufe der Jahre wurden diverse Häuser zum Botanischen Garten hinzugefügt, darunter ein Vogelschauhaus, in dem unter anderem exotische Kanarienvögel und bunte Papageien leben, das Landhaus sowie das Pflanzenschauhaus. Letzteres beinhaltet dank seines tropischen Klimas unterschiedliche Wüstenpflanzen, einen Kaffeebaum und eine Bananenstaude. „Der ältere Teil des Botanischen Garten steht seit 2015 unter Denkmalschutz“, ergänzt Fleisch-Fechter.

Darunter fällt beispielsweise das Landhaus, welches im Jahr 1949 erbaut wurde und derzeit vom Amt für Stadtgrün, Umwelt und Klima genutzt wird. Die Freunde und Förderer des Botanischen Gartens kümmern sich um dessen Finanzierung, Instandhaltung und neue Projekte, wie zum Beispiel unterschiedliche Baumpatenschaften. Wer Interesse an einer Baumpatenschaft hat, stellt eine entsprechende Anfrage an den Verein, vereinbart einen Besichtigungstermin und kann sich bei diesem seinen Baum aussuchen. Die Kosten für eine Baumpatenschaft sind unterschiedlich, kleinere Bäume sind günstiger. Baumpatenschaften sind als finanzielle Unterstützung für den Verein sehr wichtig.