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Neuss: Schwerpunktthema Leben im Alter" beschäftigt den Sozialausschuss

Sozialausschuss tagt in Neuss : Einsamkeit im Alter vermeiden

Sozialausschuss macht ein Konzept für Senioren zum Schwerpunktthema.

Die CDU startet eine neue Initiative gegen Einsamkeit im Alter. Ein Antrag dazu beschäftigt am Mittwoch die Mitglieder des Sozialausschusses. Der beginnt das neue Jahr, wie er das alte beendet hat: Mit einer Fülle von Themen zum Thema Älter werden in Neuss. Nachdem im November über städtische Angebote für Senioren sowie altersgerechte Quartiersentwicklung gesprochen worden war, wird jetzt aus dem „Konzept für Senioren – Strukturen für die Zukunft“, das vertieft werden soll, ein Schwerpunktthema gemacht. Das Gremium tagt ab 17 Uhr im Ratssaal.

Die Gefahr von Vereinsamung, der die Stadt nach Meinung von CDU und Grünen im Schulterschluss mit Kirchen und Sozialverbänden aktiv entgegen treten soll, nennt Heinz Sahnen (CDU) eine echte Herausforderung. „Zur Abschwächung von Vereinsamung gibt es zwar vielfältige Angebote und Aktionen“, sagt der angehende Polit-„Rentner“, allerdings sei die Stärkung von Eigeninitiative und Eigenverantwortung mindestens genauso wichtig. „Vor allem ältere Menschen müssen mitgenommen werden“, weiß Sahnen aus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit im „Lotsenpunkt“ Erfttal. Er fordert eine verbesserte Informationsstruktur für diese Zielgruppe, denn die modernen Medien würden den älteren Semestern nur in begrenztem Umfang Zugang zu den vielen Angeboten eröffnen. „Hier wollen wir ansetzen“, ergänzt die Stadtverordnete und Seniorenbeauftragte Karin Kilb (CDU), die gleichzeitig fordert, „Einsamkeit als zum Teil tabuisiertes Thema stärker in die Öffentlichkeit“ zu tragen. Teil des Antrages ist auch, die vorhandenen Angebote zu überprüfen und dabei auch zu schauen, ob ihre örtliche Verteilung im Stadtgebiet dem Bedarf entspricht.

Die Verwaltung hat den Antrag schon einer ersten Prüfung unterzogen. Sie kommt zu dem Schluss, dass Neuss eine „solide Angebotsbasis“ geschaffen hat, um Einsamkeit im Alter aktiv entgegenzuwirken. Die beste Übersicht dazu sei der „Wegweiser für das Leben im Alter“, der erst Anfang des Jahres herausgegeben wurde. Allerdings deutet sie Verbesserungspotenzial beim Thema Kommunikation an. Die Informationsmöglichkeiten seien vielfältig, die Informationswege und Medien aber nicht immer offensichtlich. „Zum Teil ist das sicher auch der Vielfalt der unterschiedlichsten Träger geschuldet“, schreibt der Sozialdezernent Ralf Hörsken.

Dass die Bezeichnung „Schwerpunktthema Alter“ gerechtfertigt scheint, belegen ferner der geplante Ausbau des Netzwerkes Lotsenpunkte, der im Ausschuss zur Sprache kommt. Zudem legt das Sozialamt einen eigenen Wohnungsmarktbericht vor und gibt einen Sachstand zum Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe, das im Kreishaus an der Oberstraße etabliert werden soll.

(-nau)