Brauchtum in Neuss Schützen sagen Nein zu Frauen – die Folgen der Entscheidung

Neuss · Die Mitglieder des Neusser Bürger-Schützen-Vereins lehnen eine passive Mitgliedschaft von Frauen mehrheitlich ab. Von „Fremdschämen“ ist deshalb zum Teil die Rede. Vom Tisch ist das Thema aber noch nicht. So geht es jetzt weiter.

Moment der Entscheidung: Das Nein der Schützen zu einer passiven Mitgliedschaft im Neusser Bürger-Schützen-Verein war so deutlich, dass nicht nachgezählt werden musste.

Moment der Entscheidung: Das Nein der Schützen zu einer passiven Mitgliedschaft im Neusser Bürger-Schützen-Verein war so deutlich, dass nicht nachgezählt werden musste.

Foto: Dieter Staniek

Es war schon nach Mitternacht, als eine mindestens bemerkenswert zu nennende Jahreshauptversammlung der Neusser Bürgerschützen mit drei bemerkenswerten Beschlüssen zu Ende ging: Die vom Komitee als notwendig erachtete Verdoppelung der Mitgliedsbeiträge auf 100 Euro wurde mit großer Mehrheit abgelehnt. Der von Komitee und Korpsführern unterstützte Antrag, Frauen die passive Mitgliedschaft zu ermöglichen und die Satzung entsprechend zu ändern, fand bei Weitem nicht die erforderliche Zweidrittelmehrheit. Das Schützenfest bleibt Männersache. Und: Eine Satzungskommission wird einberufen – unter Einschluss von Frauen. Das Thema kommt also wieder.