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Neuss: Rundwanderweg auf der Furth

Rundwanderweg in Neuss: : Unterwegs im „blauen Band“ der Furth

Spaziergänge sind gesund und in diesen Zeiten besonders wichtig: coronakonform. Empfehlenswert ist der Rundwanderweg A3, vom Neusser Eifelverein geplant und ausgezeichnet. Sein Startpunkt ist das Jröne Meerke.

Der Nordkanal, vom französischen Kaiser Napoleon I. als „Grand Canal du Nord“ 1806 geplant, begleitet die Neusser Nordstadt von der südlichen Furth bis zur Stadtgrenze mit Kaarst. Dieses gradlinige blaue Band lässt sich gerade auch in Winterzeiten in herrlichen Spaziergängen erkunden. Besonders empfehlenswert ist der Rundwanderweg A3, vom Neusser Eifelverein geplant und ausgezeichnet. Sein Startpunkt ist das Jröne Meerke, das gerade jetzt im Winter nahezu idyllisch wirkt. Von der Gänsepopulation, seit mehr als zehn Jahren eine regelrechte Plage, ist nichts zu sehen: Nil-, Schnee- und Graugänse sind im Winterquartier. Sogar die Kanadagänse verlassen im Winter das Jröne Meerke und siedeln etwa im Rheinbogen bei Üdesheim.

Unmittelbar hinter diesem grünen Meerchen wird der Nordkanal erreicht, dem man ab jetzt folgt. Parallel zu ihm verläuft die Bahnstrecke, die seit 1999 wieder von der Regiobahn zwischen Kaarst und neuerdings Wuppertal betrieben wird. Nach wenigen hundert Metern erreicht man die Geulenstraße. Nur aufmerksame Spaziergänger entdecken die Amphibienschutzanlage, die der NABU für die gefahrlose Querung der Straße für Frösche und Unken eingerichtet hat. Obwohl 1993 fertig gestellt, gilt sie auch heute noch landesweit als Vorbild. Wanderer überqueren die Straße auch möglichst gefahrlos und biegen nach Gleisen und Nordkanal links in den Stadtwald ein. Der folgende Weg, über weite Teile von Buchen flankiert, ist auch im Winter stark frequentiert, von Wanderern, Spaziergängern, Hundefreunden, Radfahrern. Allen ist eines gemeinsam: Wenn man sich begegnet, grüßt man. Lange folgt man diesem Weg bis zur Rheydter Straße, unter der Konrad-Adenauer-Straße hindurch, am Neubauviertel Klever Straße vorbei. Aufmerksame entdecken im Wald eine Mountainbike-Strecke. Bis hierher war man mit dem A3 zugleich auf der „Fietsallee am Nordkanal“ und auf dem Jakobus-Pilgerweg unterwegs. Dieser geht schon seit dem Mittelalter „via Neuss“. Die von Bert Gerresheim 2007 geschaffene und hinter der Quirinusbasilika aufgestellte Jakobusskulptur ist ein Hinweis darauf.

Die Rheydter Straße verlässt man sogleich nach links in die Augustastraße, sie mündet über einen kleinen Stichweg in die Röntgenstraße, die man aber nach wenigen Metern – hier aufpassen! - über einen Fußgängerweg hinunter zur Stephanstraße verlässt. Dieser folgt man bis zur Steinhausstraße, um bald nach links in den Kruchensbusch einzubiegen. Jetzt hat man mit 800 Metern alle asphaltierten Wege der insgesamt 6,3 Kilometer-Strecke hinter sich gelassen. Denn auf der rechten Seite des Nordkanals und des Bahngleises geht es nun auf gut gestalteten Wegen zurück. Auf dieser Seite begegnen einem kaum Mitbürger, lediglich ein liebevoll angelegtes Feendorf erregt Interesse. Wer Lust hat, kann sich dort einbringen, aber: „Wenn die kleinen Elfen noch ein weiteres Heim bekommen, muss es aus natürlichen Materialien sein.“ Die letzten paar hundert Meter sind mit dem Hinweg identisch. Wer aber noch fit ist, dem sei der Rundweg um das Jröne Meerke empfohlen.