Neuss: Rund 500 Läufer beim erstmaligen Integrationslauf

Neusser Bürgermeister als Schirmherr : Rund 500 Läufer beim ersten Integrationslauf

Zum ersten Mal fand jetzt in Neuss ein Lauf statt, der ganz im Zeichen der Integration stand. Bürgermeister Reiner Breuer begrüßte die rund 500 teilnehmenden Läufer, bevor er den Startschuss für das neueste Lauf-Event im Sportkalender der Stadt Neuss abfeuerte.

„Ich freue mich, die Schirmherrschaft für den Neusser Integrationslauf übernehmen zu dürfen. Es ist mir ein persönliches Anliegen, Sport und Integration in Neuss und darüber hinaus zu unterstützen“, sagte Breuer.

Neben der DJK Rheinkraft, die auf die Ludwig-Wolker-Anlage einlud, hatten sich viele Mitstreiter organisiert, darunter unter anderem die International School on the Rhine (ISR), der Raum der Kulturen, die Malteser oder die Ahmadiyya Muslim Jamaat. Sie waren mit Laufgruppen beteiligt oder boten Speisen und Getränke an. Auch die Stadt Neuss stellte mit dem Quirinus-Team und dem Team Integration zwei Laufgruppen. Vor dem insgesamt fünf Kilometer langen Hauptlauf mit 250 Teilnehmern fanden ebenfalls noch der 1500-Meter-Kinderlauf und der 400-Meter-Bambini-Lauf statt. Im Anschluss gab es ein interkulturelles Familienfest, bei dem ein DJ – bei den noch nicht restlos erschöpften Läufern – mit internationaler Musik für Stimmung sorgte. Es wurde getanzt und gesungen. Dabei gab es zur Stärkung Köstlichkeiten aus aller Welt.

Der Lauf war für jedes Alter, jede Herkunft, jede Hautfarbe, jegliche Einschränkung und jede Religion offen. „Lassen sie uns gemeinsam Menschen verbinden, miteinander aktivieren und gemeinsam sportlich motivieren“, sagte Breuer. Dementsprechend groß war das Interesse: Bereits 300 Teilnehmer hatten sich vergangene Woche für die Veranstaltung angemeldet. Darunter vor allem Kulturvereine, Schulen, Schützenzüge, Flüchtlingsheime, Sportvereine und Stiftungen. Ein wesentlicher Teil gelungener Integration sei die Inklusion. Denn unter den vielen Teilnehmern war auch die „Inklusionslaufgruppe Rhein-Kreis Neuss“ mit dabei.„So kann der Sport die Funktion eines Katalysators in unserer Gesellschaft übernehmen, der alle Menschen willkommen heißt und das Miteinander unterschiedlicher Menschen zur Normalität werden lässt“, machte Nicolas Niermann, Sport- und Bildungsreferent beim DJK Diözesansportverband Köln, deutlich.

(NGZ)
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