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Neuss: Rosemarie Franken-Weyers hängt für die SPD nicht genehmigte Plakate auf

Plakat-Ärger für SPD in Neuss : Tulpen von der Rose

Eigentlich war es nur als ein gedankliches „Vergissmeinnicht“ gedacht. Doch die Tulpen von der Rose sollten mit einem kleinen verbalen „Veilchen“ enden.

Rosemarie Franken-Weyers (SPD) hat die Blütezeit ihrer kommunalpolitischen Laufbahn noch nicht erreicht. Um ihren Namen in ihrem Wahlkreis (Stadtmitte) etwas bekannter zu machen, hing sie jetzt an vier verschiedenen Stellen nahe des Konrad-Adenauer-Rings Plakate auf. Darauf zu sehen war nicht nur der Hinweis „Ein Tulpengruß der SPD Neuss“, sondern auch ein Foto von der Stadtratskandidatin. Die kleinen bunten Tulpenfelder neben den Plakaten stammen von einer Pflanz-Aktion der SPD und sind auch an anderen Stellen im Stadtgebiet zu finden. Diese Felder sind auch vom Grünflächenamt der Stadt genehmigt worden. Was Rosemarie Franken-Weyers aber nicht wusste: Auch die Plakate hätte sie genehmigen müssen. „Das habe ich nicht gewusst“, sagt sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Darum musste sie die erst Anfang der Woche platzierten Schilder bereits am Mittwochabend wieder abhängen.

Die SPD-Plakate sind mittlerweile verschwunden. Foto: Janßen/Simon Janßen

Während Carsten Thiel, Vorsitzender der UWG, in der Aktion einen klaren Verstoß gegen den wegen der Corona-Pandemie vereinbarten „Burgfrieden“ unter den Fraktionen sieht, ist der Neusser CDU-Chef Jürgen Brautmeier etwas entspannter. Schließlich beziehe sich der „Burgfrieden“ lediglich auf öffentliche Wahlkampf-Veranstaltungen. „Es heißt nicht, dass politischer Stillstand herrscht“, so Brautmeier. Man habe sich jedoch bei der Stadt schlau gemacht, ob die Schilder von Rosemarie Franken-Weyers erlaubt sind.

Doch beim Thema „nicht genehmigte Plakate“ ist auch die Neusser CDU kein unbeschriebenes Blatt. So ist nach Angaben der Stadt Waltraud Beyen gleich mehrfach derart aufgefallen. Unter anderem, als sie für eine Veranstaltung im Haus Derikum mit Innenminister Herbert Reul warb.

(jasi)