Neusser Unternehmen feiert 30. Geburtstag Rieck Entsorgungs-Logistik setzt auf neue Anlagen

Neuss · Zum diesjährigen 30. Jahrestag nimmt die Rieck Entsorgungs-Logistik eine Styroporrecyclinganlage in Betrieb. Das soll aber nicht die einzige Neuerung im Neusser Unternehmen sein.

Stefan Rieck (l.), geschäftsführender Gesellschafter der Rieck Logistik-Gruppe und Daniel Gartmann, Geschäftsführer der Rieck Entsorgungs-Logistik, freuen sich auf neue Herausforderungen.

Stefan Rieck (l.), geschäftsführender Gesellschafter der Rieck Logistik-Gruppe und Daniel Gartmann, Geschäftsführer der Rieck Entsorgungs-Logistik, freuen sich auf neue Herausforderungen.

Foto: jochen rolfes photographer

Ob Kreislaufwirtschaft, erweiterte Herstellerverantwortung oder verpflichtende Recyclingquoten – bei der Rieck Entsorgungs-Logistik aus Neuss kommen die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen direkt auf dem Betriebsgelände an. So sollen bis 2030 EU-weit 70 Prozent der Verpackungsabfälle recycelt werden. Schon vor zehn Jahren startete Rieck die eigene Kanalballenpressanlage. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden so erstmals mehr als 30.000 Tonnen Altpapier sortiert, aufbereitet und verpresst. Jetzt investiert das Unternehmen in eine eigene Styroporrecyclinganlage. Sie komprimiert Verpackungsstyropor – einen der weltweit mit am häufigsten generierten Abfallstoffe. Anschließend kann es als Rohstoff zur Herstellung von neuem Styropor, Bekleidung oder Wärmedämmung genutzt werden. Bereits im ersten Jahr rechnet Rieck mit einer Recyclingmenge von rund 16.000 Kubikmetern.

Das soll aber nicht die einzige Neuerung im Neusser Unternehmen sein: Bei den Abroller- und Absetzcontainerfahrzeugen will Rieck komplett auf eine papierlose Abwicklung umstellen. Zudem werde ein vollautomatisches und digitales Waagen-Terminal in Betrieb genommen. „Der Fuhrpark ist auf dem neuesten Stand bezüglich Sicherheitsstandards und Euro-Norm“, heißt es seitens des Unternehmens. „Die Branche ist dynamisch, wir sind es auch“, sagt Stefan Rieck, geschäftsführender Gesellschafter der Rieck Logistik-Gruppe.

Mit Blick in die Zukunft macht er zwei Entwicklungen aus, die aus seiner Sicht die Branche prägen werden: Zum einen die ansteigenden verpflichtenden Recyclingquoten. „Es kann aber nur recycelt werden, was sortenrein sortiert ist“, so Rieck. Daher gehe der Trend – zum anderen – zu immer schnelleren vollautomatischen Sortier- und Recyclingtechnologien – mit Sensoren und KI-Unterstützung.

Aber: Die Neusser Entsorgungs-Logistik freue sich auf die kommenden Herausforderungen, wie Rieck betont. Aktuell ist das Unternehmen auf der Suche nach weiteren Flächen für die Geschäftsentwicklung.

(jus)
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