“Die Biene im Kopf“ Landestheater zeigt ein Stück für Kinder in der Vorpubertät

Neuss · Mit „Die Biene im Kopf“ wendet sich das RLT an eine Zielgruppe, die in der Theaterwelt häufig übergangenen wird: Kinder in der Vorpubertät. Am Samstag ist Premiere. Ein Ausblick.

RLT-Intendantin Caroline Stolz hat das Stück inszeniert.

RLT-Intendantin Caroline Stolz hat das Stück inszeniert.

Foto: Simon Hegenberg

Ein Kind wächst in prekären Umständen auf: Von den Eltern vernachlässigt, in der Schule gemobbt, entscheidet es sich eines Morgens dazu, eine Biene zu sein – und das Leben wie ein Computerspiel anzugehen: Level 1: Aufstehen, Level 2: Schule. Das Kinderstück „Die Biene im Kopf“, das auf die Buchvorlage von Roland Schimmelpfennig zurück geht, hat am Samstag, 29. Oktober, 18 Uhr, Premiere im Studio des Rheinischen Landestheaters (RLT): „Es ist eine interessante Mischung, einerseits ist es sehr lustig und unterhaltsam, andererseits aber auch einfühlsam erzählt“, sagt Dramaturgin Eva Veiders über die Handlung.

Inszeniert wurde es von RLT-Intendantin Caroline Stolz: Mit wenigen Requisiten werden es Antonia Schirmeister, Hergard Engert und Anton Löwe auf die Studiobühne bringen – auch die Musik und Geräusche werden von den Darstellenden selbst erstellt. „Bei den Kostümen haben wir darauf geachtet, dass sie nicht zu kindlich sind, zwar wird es Bienenassoziationen geben, aber sind die eher dezent“, sagt Stolz. Und so biete das Stück eine große Projektionsfläche, die die Fantasie des Publikums zum Blühen bringen soll.

Gleichzeitig spiele die Handlung, die sich zum größten Teil um das Innenleben eines Kindes dreht, immer an der Grenze zwischen Fantasie und Realität. Empfohlen wird das Stück für Kinder ab neun Jahren – „damit sprechen wir eine Altersgruppe an, für die es am wenigsten gute Stücke gibt“, meint Veiders. Das Team von TheaterAktiv bietet auch ein Programm zur Vor- und Nachbereitung an, sechs Termine sind noch innerhalb dieses Jahres angesetzt.