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Neuss: Reuschenberger See wird auch 2019 noch kein Badegewässer

Badesaison in Neuss : Reuschenberger See wird auch 2019 noch kein Badegewässer

Die im September gestarteten Umbauarbeiten am Südbad kommen gut voran und sollen so rechtzeitig fertig werden, dass das Freibad wie geplant im Sommer genutzt werden kann. Das gilt allerdings nicht für den angrenzenden Reuschenberger See.

Zwei Jahre nachdem in der Diskussion über ein Bäderkonzept die Idee geboren wurde, einen Teil des Sees zum Badegewässer zu machen und dem Südbad zuzuschlagen, sagt Sportdezernent Matthias Welpmann klar: In diesem Jahr wird das nichts.

Grundsätzlich, so wiederholt der Beigeordnete die seit zwei Jahren vertretene Ansicht, sei das Projekt realisierbar. Aber weil die Neusser Bäder und Eissporthallen GmbH als Bauherr in einem Landschaftsschutzgebiet aktiv werden will, ist die Befreiung von einigen bestehenden Auflagen die Voraussetzung für einen Badesee. Das macht das Genehmigungsverfahren aufwändig. Gleich mehrere Büros sind nach Welpmanns Darstellung aktuell damit beschäftigt, Gutachten technischer, aber auch naturschutzfachlicher Art zu erstellen, die dann mit dem Genehmigungsantrag einzureichen sind. „Der Planungsstand ist noch nicht so weit, dass wir etwas zeigen könnten“, sagt Welpmann, doch soll das Projekt im Laufe des Jahres konkreter fassbar gemacht werden. „Wir sind dran“, sagt Welpmann, doch kenne er die Genehmigungsanforderungen im Detail noch nicht. Demzufolge sind auch die entstehenden Kosten nicht bis hinter das Komma definiert.

Hinter der Idee, von gut sieben Hektar Wasserfläche des Reuschenberger Sees einen Schwimmern zur Verfügung zu stellen, stand die Idee, das Südbad attraktiver zu machen. Das flache Ufer, die chemische Beschaffenheit des Wassers und die Tatsache, dass der Untergrund des bis zu drei Meter tiefen Gewässers aus Sand besteht, gaben vor zwei Jahren Anlass, diese Idee weiter zu verfolgen.  Fast auf den Tag genau vor einem Jahr war das Projekt dann so weit gediehen, dass Bürgermeister Reiner Breuer zusammenfassend feststellen konnte: „Das ist machbar.“ Von ursprünglich drei Entwürfen eines Landschaftsplanes hatte man sich da schon auf ein Modell geeinigt. Doch das ist bislang Modell geblieben.