1. NRW
  2. Städte
  3. Neuss

Neuss: Rennverein sagt allerletzten Galopp-Renntag ab

Kündigungen und Mitgliederversammlung : Rennverein sagt allerletzten Galopp-Renntag in Neuss ab

Der für Sonntag (22.) geplante Renntag auf der Neusser Galopprennbahn findet nicht statt. Die Veranstaltung wurde überraschend nach Dortmund verlegt, wo eine weitere Allwetterbahn zur Verfügung steht.

Diese Entwicklung ist eine erste Folge der einstimmigen Entscheidung des Rates vom Freitag, den Vertrag mit dem Neusser Reiter- und Rennverein (NRRV) zum Jahresende auslaufen zu lassen.

Der NRRV hat zudem für Donnerstag (19.) seine etwa 40 Mitglieder zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung geladen. Dabei wird über die weiteren rechtlichen Schritte entschieden. Ein Insolvenzantrag könnte eine der Konsequenzen sein. Präsident Jan-Antony Vogel wollte das gegenüber der NGZ nicht bestätigen. Vogel: „Wir machen diesen Schritt von den Gesprächen mit der Stadt Neuss über die Abwicklung des Rennvereins abhängig.“ Bei der Sparkasse ist noch ein Darlehn zu bedienen, das 1995 für den Bau der Flutlichtanlage aufgenommen wurde. Eine knappe Millionen Euro ist noch offen. Die Stadt hatte die Raten lange beglichen; die zum Monatsende fällige übernimmt sie nicht. Vogel wollte offensichtlich vermeiden bei der noch ungeklärten Abwicklung des Rennvereins die Verantwortung und Haftung des Vorstandes für die Durchführung eines Renntages zu übernehmen. Streetfood-Markt und Weihnachssingen finden Sonntag statt.

Den Trainern Katja Gernreich und Axel Kleinkorres wurde am Montagabend vom NRRV-Vorstand die Kündigung zur Nutzung der Bahn und der Boxen zum 31. Dezember ausgesprochen. Überrascht von der kurzfristigen Verlegung wurde auch die einflussreiche Besitzer-Vereinigung. Geschäftsführer Daniel Krüger zur NGZ: „Jeder Verlust einer Rennbahn ist für Züchter, Besitzer und Aktive eine Katastrophe. Die Besitzervereinigung ist für alle Institutionen gesprächsbereit, die der Erhaltung der Neusser Rennbahn dienen.“