Neuss: Razzia wegen PKK-Verdachts

Verbotene PKK: Polizei durchsucht zwei Firmen in Neuss

Die Polizei hat in zwei Firmen in Neuss am Donnerstag Razzien durchgeführt. Der Firmenchef steht im Verdacht, Unterstützter der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK zu sein.

Weitere Durchsuchungen gab es in ganz Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Anlass für die Razzien sind vereinsrechtliche Ermittlungen des Bundesinnenministeriums gegen zwei Firmen in Neuss, wie die Bundesregierung am Donnerstag in Berlin mitteilte. Die Geschäftsräume und die Privatwohnung des Firmenchefs seien durchsucht worden.

Es bestehe der Verdacht, dass die Unternehmen die PKK unterstützten. "Die heutigen Durchsuchungen richten sich gegen Firmen im Einflussbereich der bereits seit 1993 verbotenen PKK. Wir lassen es nicht zu, dass Verbote umgangen werden oder gegen Verbote verstoßen wird und damit terroristische Organisationen unterstützt werden", so Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

(se)