Neuss - Rapper Kollegah unterstützt Tierhelfer TSV Notpfote

TSV Notpfote: Rapstar Kollegah unterstützt Neusser Tierhelfer

In Neuss ist er regelmäßig zu Gast. Zuletzt trat er mit Rap-Kollege und Kumpel Farid Bang beim Abifestival 2018 auf der Rennbahn auf. Von Düsseldorf, wo der 34-Jährige wohnt, hat er es schließlich nicht weit.

Am Dienstag zog es Kollegah aber nicht aus musikalischen Gründen in die Quirinus-Stadt. Vielmehr stattete er Babette Terveer und ihrem Ehemann Tom einen Besuch in Rosellerheide ab – Manager und Film-Team im Schlepptau. Was dahinter steckt? Kollegah unterstützt den Düsseldorfer Verein TSV Notpfote, dessen erste Vorsitzende die Neusserin Babette Terveer ist. „Tierschutz war für mich immer ein interessantes und wichtiges Thema. Das wollte ich schon immer mal ansprechen“, sagt der Rapper.

Erst kürzlich fuhr Kollegah mit seiner Crew und dem TSV nach Ungarn, um dort einen Hund aus einer Tötungsstation zu retten. „Der Einblick in die Welt, die ich dort kennengelernt habe, war für mich sehr prägend und intensiv“, so der Labelchef von „Alpha Music“. Der gerettete Mops-Dackel-Mischling namens Cherry lebt nun bei Kollegah, der auch im Gespräch mit unserer Redaktion ankündigte, nach der Veröffentlichung seines neuen Albums „Monument“ am 7. Dezember ein Jahr Schaffenspause einzulegen – auch, um sich verstärkt Charity-Projekten zu widmen.

Kritiker werfen ihm vor, sein öffentlichkeitswirksames Engagement (zuletzt besuchte er krebskranke Kinder und veröffentlichte ein Video dazu) nutze er lediglich dazu, um seinen Ruf nach der Echo-Affäre wieder „gerade zu rücken“. Schließlich gerieten er und Farid Bang wegen umstrittener Zeilen bundesweit ins Kreuzfeuer der Kritik. Kollegahs Fans begegnen dem Vorwurf des öffentlichen „Reinwaschens“ damit, dass Kollegah bereits seit Jahren – auch vor dem Echo-Streit – einen Teil aller Alben-Einnahmen an Menschen in Not spendet.

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Für Babette Terveer und den gesamten Verein war die Unterstützung des deutschen Rapstars ein absoluter Glücksfall. „Bei der Spendenbereitschaft seiner Fans hatte ich teilweise Tränen in den Augen“, sagt die Neusserin, die auch Erste Vorsitzende des Tierheims Dormagen ist, das ebenfalls von der Schirmherrschaft des Musikers aus Düsseldorf profitiert.

Nach der kräftezehrenden Promo-Phase für sein neuen Album begibt sich Kollegah Ende dieser Woche, pünktlich zum Veröffentlichungstermin, erst einmal in Urlaub. Wohin? „Karibik“, sagt der 34-Jährige.

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