Neuss: Quirinus-Cup-Teams hadern mit Stau

Handball-Turnier in Neuss : Stau-Alarm vor dem Quirinus-Cup

Bereits zum 37. Mal findet der Quirinus-Cup in diesem Jahr statt. Lediglich zwei kroatische Teams schafften es rechtzeitig zum Empfang ins Rathaus.

Bereits zum 37. Mal findet der Quirinus-Cup in diesem Jahr statt. Bis Sonntag treten bei dem internationalen Jugend-Handballturnier Teams in verschiedenen Altersklassen aufeinander. Dieses Jahr werden mehr als 100 Mannschaften aus insgesamt neun Nationen teilnehmen. Dabei kämpfen etwa 1700 Spieler um einen Platz auf dem Siegertreppchen.

Zur Begrüßung fand am Freitag ein Empfang mit Bürgermeister Reiner Breuer, den Organisatoren und dem Neusser Handballverein (NHV) statt. Dieser fiel etwas kleiner aus als sonst, da nur die Handballteams „Zamet“ (Mädchenmannschaft) und „Kozala“ (Jungenteam) aus der kroatischen Stadt Rijeka, einer der Neusser Partnerstädte, rechtzeitig eingetroffen waren. Durch hohes Stau-Aufkommen wegen der Pfingstfeiertage sollten die Teams erst im Laufe des Freitags ankommen.

Der Rahmen war gewohnt familiär, die Begrüßung herzlich. Für die kroatischen Gäste standen im Rathaus-Saal Getränke und Speisen bereit und der Bürgermeister sowie der Vorsitzende des Neusser Handballvereins, Volker Staufert, richteten Willkommensworte an die Gäste.

Breuer bezeichnete es als „große Aufgabe“, eines der größten, wenn nicht sogar das größte Jugend-Handballevent, auszurichten. Es erfordere viel Organisationsarbeit. Aber nicht nur aus sportlicher Sicht sei der Quirinus-Cup besonders, er trage auch zur Völkerverständigung bei. Junge Menschen lernten sich dabei über Grenzen hinweg kennen. Zudem werde der Handballsport an sich immer attraktiver und generiere immer mehr Aufmerksamkeit. Darüber hinaus dankte Breuer den zahlreichen Sponsoren, unter anderem der Sparkasse Neuss: „Ohne diese finanzielle Unterstützung wäre das Event wohl kaum umsetzbar.“ Staufert bedauerte, dass die anderen Mannschaften nicht rechtzeitig eingetroffen sind, um bei dieser Begrüßung dabei zu sein.

Die Welt verändert sich. Und somit muss sich auch der Quirinus-Cup weiterentwickeln. Daher wurden in diesem Jahr die Weichen für den Übergang zur Digitalisierung gestellt: Das Informationsheft hat in diesem Jahr sogenannte QR-Codes. Wenn man diese mit einer Handyapp scannt, erhält man verschiedene Informationen zum Programmablauf. Das spart Kosten und Papier. Um den Wechsel leichter zu machen, gibt es aber auch noch vereinzelt klassische Aushänge, im nächsten Jahr allerdings soll es diese aber auch nicht mehr geben.

Der städtische Vertreter von Rijeka, Renato Kostovic, Abteilungsleiter für Sport und Kultur, bedankte sich für den freundlichen Empfang und die Gastfreundschaft. Dabei betonte er besonders die seit Jahrzehnten bestehende Verbundenheit und Freundschaft zwischen Neuss und Rijeka.

(köf)
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