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Neuss: Public Viewing in der Eissporthalle

Public Viewing in der Eissporthalle : Weltmeisterlich waren nur die Neusser Fans

Schluss, aus, vorbei. So erlebten die Gäste in der Neusser Eissporthalle das Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Annyeonghi! Dieser Begriff sagt Ihnen nichts? Das heißt „Auf Wiedersehen“ auf Koreanisch. Mit ein bisschen Galgenhumor lässt sich das bittere WM-Aus doch viel besser ertragen. Doch Humor suchte man am Mittwoch in der Neusser Eissporthalle beim Public Viewing der Stadtwerke nach dem Schlusspfiff zunächst vergeblich. Zu tief saß noch der Schock über den letzten Tabellenplatz des amtierenden Weltmeisters. „Peinlich“, kommentierte Christina Heide unmittelbar nach Schlusspfiff.

 Birgit Foerster, die mit Ehemann Ralf und ihrer bunt geschminkten Tochter Charline gekommen war, zeigte sich wenige Minuten vor dem Spiel noch hoch optimistisch – 3:0 lautete ihr Tipp. Die Familie war zuletzt bei der Europameisterschaft zum Public Viewing in die Eissporthalle gekommen, damals kämpfte die DFB-Elf sich wenigstens noch ins Halbfinale. Auch für die Neusser Phillip, Timm und Chris stand die WM unter keinem guten Stern: Sie schauten in diesem Jahr zwei Spiele in der Neusser Eissporthalle: die Auftaktniederlage gegen Mexiko und die Abschlusspleite gegen Südkorea.Auch Yvonne Thöne und ihre Kinder Franziska und Christina sind WM-Kummer gewohnt. Schließlich haben sie alle deutschen Spiele des aktuellen Turniers in der Eissporthalle verfolgt. Eine schöne Erinnerung nehmen sie trotzdem mit: Nach dem 2:1-Siegtreffer von Toni Kroos in der 95. Minute gegen Schweden sei der Jubel groß gewesen in der Halle. Gestern sollten sie mit gedämpfterer Stimmung nach Hause gefahren sein. Aber auf welche Mannschaft soll sich der Neusser jetzt fokussieren. Das größte Fanpotenzial in der Stadt (nach den Deutschen, doch das hat sich ja jetzt erledigt) hat die polnische Nationalmannschaft (1809 Polen leben in Neuss). Doch dahinter rangiert Portugal. Und die sind noch dabei. Auf geht’s, Ronaldo! Tu es für Neuss.