Neuss: Public Viewing in der Eissporthalle

Public Viewing bei der Fußballweltmeisterschaft : Neusser Eissporthalle bereit für den Start des DFB-Teams

Während das DFB-Team noch am Feinschliff für die WM arbeitet, laufen in der Eissporthalle die Vorbereitungen fürs Public Viewing.

Seit Donnerstag läuft die Fußball-WM in Russland. 32 Mannschaften versuchen, in den nächsten vier Wochen ihr Bestes zu geben, um nach dem Finale am 15. Juli vor 80.000 Zuschauern im ausverkauften Moskauer Luschniki-Stadion den goldenen Siegerpokal gen Himmel zu strecken und sich für die nächsten vier Jahre Weltmeister zu nennen.

Wer der deutschen Mannschaft nicht zu den Spielen nach Russland nachreist, kann auch Stadionatmosphäre mit Fußball, Bier und Bratwurst in der Eissporthalle schnuppern. Dort laufen zurzeit die letzten Vorbereitungen für das erste große WM-Public-Viewing am Sonntag, wenn die DFB-Elf um 17 Uhr gegen Mexiko in das Turnier startet. Auch alle weiteren Begegnungen mit deutscher Beteiligung werden auf der 15 Quadratmeter großen LED-Wand von den Stadtwerken und der NGZ präsentiert: Am Samstag, 23. Juni, treffen Jogis Jungs ab 20 Uhr auf Schweden, das letzte Gruppenspiel gegen Südkorea wird am Mittwoch, 27. Juni, um 16 Uhr angepfiffen. Danach sollen möglichst vier Partien bis zur Titelverteidigung folgen.

Die hochauflösende LED-Wand bauten am Donnerstag Techniker aus Wuppertal auf, die Stehtische und Sitzbänke warteten noch darauf, dass sie für Sonntag richtig positioniert werden. Ausreichend Sitzmöglichkeiten bieten die Tribünen und an Verpflegung wird es auch nicht fehlen. Und bevor der erste Pfiff im Stadion in Moskau ertönt, wird auf der Bühne in Neuss Sänger MaximNoise, der für die Weltmeisterschaft extra den Song „Alles wovon wir träumen“ schrieb, stehen. Wie die Nationalmannschaft ist also auch die Eissporthalle für den Auftakt gerüstet und fiebert dem ersten Spiel entgegen. „Wir hoffen, dass wie vor zwei Jahren bei der Europameisterschaft in Frankreich jeweils rund 1000 Fans zu den deutschen Spielen in die Halle kommen“, sagt Stadtwerkesprecher Jürgen Scheer.

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In der Eissporthalle werden zwar nur die Spiele der deutschen Nationalmannschaft übertragen, doch fast alle anderen WM-Starter haben auch Fanpotenzial in der Stadt. Von den 159.122 in Neuss gemeldeten Menschen besitzen 141.575 die Staatsangehörigkeit einer Teilnehmernation, 95 Prozent davon sind Deutsche. Danach haben Polen (1809 polnische Bürger), Portugal (1127), Kroatien (872), Serbien (616), Spanien (554) und Ausrichter Russland (488) das größte Fanpotenzial. Die Bevölkerung all dieser Nationen hat wenigstens einen Schwerpunkt im Bezirk Innenstadt. Während die Spanier und Polen zudem schwerpunktmäßig im Bezirk Furth-Süd leben, hat das portugiesische Fanpotenzial traditionell weitere Schwerpunkte im Dreikönigen- und im Stadionviertel.

Die meisten Nationalitäten der WM-Teilnehmer verteilen sich aber gleichmäßig über das Stadtgebiet. Dennoch gibt es Besonderheiten: In Vogelsang könnte es zu australischem oder schwedischem Jubel kommen, in Weckhoven zu koreanischem. Für Belgien könnten in Rosellen die Daumen gedrückt werden, ebenso für England. Für die Schweiz ist das Fanpotenzial in Norf am höchsten.

Auf ganz Nordrhein-Westfalen bezogen stellt Polen die größte Gruppe unter den Teilnehmernationen mit 216.230 Menschen, gefolgt von Personen mit einer serbischen (63.130), russischen (52.450) und kroatischen Staatsangehörigkeit (51.795). Die kleinsten Nationalitätengruppen in NRW bilden die Menschen aus Panama (85), Uruguay (105) und Island (200).

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