Neuss: Pskow-Freund Bernhard Stöcker ist tot

Neusser Bürgermeister würdigt seine Verdienste um die Städtepartnerschaft : Pskow-Freund Bernhard Stöcker tot

Der Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Partnerschaft starb mit 66 Jahren.

Bernhard Stöcker, langjähriger Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Neuss-Pskow ist Anfang März ganz unerwartet im Alter von 66 Jahren gestorben. Bürgermeister Reiner Breuer hob in einer Pressmitteilung der Stadt die außergewöhnliche Persönlichkeit Stöckers hervor. Durch sein besonderes Engagement habe er den Grundstein für die Partnerschaft zwischen Neuss und Pskow gelegt. Als einer der ersten Feuerwehrmänner fuhr er mit einem humanitären Hilfstransport ins russische Pskow.

Die Bekanntschaft mit Stöcker habe Ende der 1980er Jahre begonnen, wird der Pskower Stadtpräsident Iwan Zezerski zitiert, noch vor dem offiziellen Abschluss des Partnerschaftsvertrages zwischen den Städten. Breuer würdigt in der Mitteilung die Kraft und all die Zeit, mit der Stöcker die Freundschaft zwischen Pskow und Neuss gelebt und gepflegt habe. Er half bei der Vermittlung von Kontakten zur Kinderklinik, zum Tierheim, zu den Behindertenwerken und den Kinderheimen in Pskow. Und auch die zahlreichen Studierenden aus Pskow, die in Neuss ein Praktikum absolvierten, seien von ihm und seiner Familie immer herzlich empfangen und betreut worden. Bis 2017 war er gemeinsam mit dem Leiter der Feuerwehr Neuss, Joachim Elblinger, als Spendenbeauftragter der Stadt Neuss immer wieder in Pskow. Zuletzt hatte er mit dem Bürgermeisteramt die bevorstehende Bürgerreise zum Internationalen Hansetag in Pskow geplant.

Mit großer Leidenschaft hatte Stöcker einen Baby-Notarztwagen für die Partnerstadt ausgestattet und nach Russland überführt. Er sorgte dafür, dass Spenden aus Neuss wirksam vor Ort eingesetzt wurden. Darüber hinaus besuchte er mehrmals im Jahr seine Feuerwehr-Kameraden in Pskow.

(NGZ)
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