Protest gegen geplante Gewerbeflächen in Neuss Elvekumer sorgen sich um Luftqualität und Lärmpegel im Ort

Elvekum · Die Bürgerinitiative „Pro Lebensqualität in Elvekum“ macht noch einmal auf ihren Forderungskatalog aufmerksam, den sie kürzlich auch bei einer Bürgerversammlung den Vertretern der Politik vorgelegt hat.

Im Kern geht es darum, dass die Bürgerinitiative die im Flächennutzungsplan ausgewiesenen Gewerbeflächen Kuckhof-Ost und die Erweiterung im Bereich Kruppstraße/Mainstraße ebenso ablehnt wie den Bau einer neuen Umgehungsstraße zur Anbindung der Gewerbeflächen. Begründet wird dies unter anderem mit der jetzt schon hohen Lärmbelastung im Ort und der Sorge, dass diese durch neue Gewerbegebiete sowie eine neue Umgehungsstraße noch weiter steige.

Zudem befürchten die Anwohner, dass in der „Hauptsache Logistikflächen“ neu angesiedelt werden sollen. „Das bedeutet 24-Stunden-Schwerlastverkehr auch mit deutlichen Auswirkungen auf die Feinstaubbelastung der Luft“, heißt es in dem Forderungskatalog der Bürgerinitiative an Verwaltung und Politik. Zudem wird angemerkt, dass weitere Auswirkungen auf die Lärm- und Luftsituation im Ort zu berücksichtigen seien. Angeführt wird der sechsspurige Ausbau der A 57, die befürchtete Zunahme des Schwerlastverkehrs auf der K 30 aus Richtung Hoisten durch neue Gewerbeflächen sowie durch das geplante Gewerbegebiet Silbersee. Das Areal bietet Platz für das größte Gewerbegebiet, das die Nachbarstadt Dormagen zu bieten hat. In einer Absichtserklärung hat der Logistik-Riese DHL bereits sein Interesse an dem Standort für ein neues Paketzentrum angemeldet. Die Rede ist von einer Fläche von 14 Hektar und von 600 Arbeitsplätzen. Die Bürgerinitiative „Pro Lebensqualität in Elvekum“ blickt dem mit Sorge entgegen. Sie fordert angesichts ihrer Befürchtungen, was Lufqualität und Lärmpegel anbelangt, Messungen, um festzustellen, wie es um Luft und Lärm in Elvekum bestellt ist.

Zudem sprechen sich die Bürger gegen weitere Logistikflächen aus, so lange die bestehenden nicht vollständig belegt und anschließend eine Verkehrszählung durchgeführt und neue Verkehrsgutachten erstellt werden. Außerdem befürchten die Bürger, dass „wertvolles Ackerland“ dem Gewerbe weichen muss.

(NGZ)
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