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Neuss: Privatinitiative „Hanse“-Galerie zeigt Kunst von fünf Künstlern

Ausstellung in Neuss : Privatinitiative „Hanse“-Galerie mit fünf Künstlern

Die „Hanse“-Galerie ist eine Privatinitiative, die auf die Maler Gundhild Tilmanns und Wolfgang Waldner zurückgeht. Die beiden haben drei weitere Mitstreiter gewonnen, so dass an der Sebastianusstraße viel Kunst zu sehen sein wird.

Eine Galerie zu den Neusser Hansetagen zu eröffnen, kam dem Neusser Künstler Wolfgang Waldner und der Malerin Gundhild Tillmanns aus Korschenbroich ganz spontan. Und ebenso schnell war in Privatinitiative der Name „Hanse-Galerie“ wie auch der passende Ort gefunden: In dem noch leerstehenden Ladenlokal an der Sebastianusstraße 4 werden Wolfgang Waldner, Gundhild Tillmanns noch einmal ein Galerie-Projekt wagen. Denn der Verein Kunst.Neuss hatte dort nach zwei Einbruchsdiebstählen seine Pop-up-Galerie geschlossen. Doch noch kurz bevor der mittlerweile gefundene Nachmieter dort einziehen wird, stellt die Eigentümerin der Immobilie diese Räumlichkeiten in der Innenstadt, nahe an der Fußgängerzone, jetzt noch einmal zur Verfügung. Waldner und Tillmanns organisieren damit die einzige Kunstausstellung im Rahmen der Hansetage.

Denn abgesehen von der Fotoausstellung im Rathaus und des Performance-Projektes in der städtischen Galerie „Alte Post“ wird es zu dem Großereignis keine Schau mit bildender Kunst geben.

 Der andere Initiator ist der Maler Wolfgang Waldner.
Der andere Initiator ist der Maler Wolfgang Waldner. Foto: Carolin Waldner
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Die Organisatoren freuen sich besonders über die Teilnahme drei weiterer Künstler, die auf Vermittlung von Klaus Richter, des Kurators der „Alten Post“, ihre Beteiligung spontan zugesagt haben. Es sind Uwe Dressler, Janne Gronen und Helga Weidenmüller. Die fünf Künstler stehen für eine Malerei, Fotografie, Design und Skulpturen, die alle für sich eine ganz eigene Handschrift darstellen. Dafür steht auch Titel der Ausstellung „Gesichter sprechen und Farben erzählen“.

Waldner zeigt zum ersten Mal kompakt alle 14 Porträts, die er während der Corona-Zeit von größtenteils prominenten Künstlern, Schauspielern, Kabarettisten und Musikern gemalt hat. Gelungen sind ihm „sprechende Gesichter“ zum Beispiel von den Kabarettisten Jochen Busse und Gerburg Jahnke. Aber auch Publikumsliebling „Mutter Beimer“ aus der „Lindenstraße“, die Schauspielerin Marie-Luise Marjan, hat Waldner besucht, in langen Gesprächen kennengelernt, sie fotografiert und schließlich so gemalt, dass aus den Gesichtern Charakter und Seele sprechen.

Gundhild Tillmanns zeigt zum ersten Mal Exponate aus ihrer neuen Bilderserie „Erzählungen aus der farbenfrohen Fabelwelt“. Die Wahl-Korschenbroicherin zeigt in der „Hanse“-Galerie nun die Serie „Fantasien“ in Kalligrafie-Tinte, die matte, aber besonders satte Farbnuancen hervorbringen. Tillmanns zeigt Beispiele aus beiden Themenfeldern in der Hanse-Galerie.

Helga Weidenmüller aus Neuss ist für ihre überraschenden Installationen bekannt: etwa die Arbeit „Treib gut“, die in der „Hanse-Galerie“ zu sehen sein wird. Die gelben Hüllen von Überraschungseiern in einem Lkw-Schlauch symbolisieren das oft tödliche Schicksal von Boots-Flüchtlingen und thematisieren die Verletzungen von Menschenrechten. Uwe Dressler aus Neuss trägt eine Auswahl seiner Digital-Print-Werke auf Aluminiumverbundplatten zur Ausstellung bei. Seine Bildtitel „Ins Blaue“ oder „Geflecht“ sind erklärend für die abstrakten, farbstarken, dynamischen Bilder. Die studierte Pädagogin und Kunstpsychologin Janne Gronen wird die Ausstellung mit ebenfalls abstrakter Malerei bereichern, mit Acrylbildern, die den Betrachter in einen Farben- und Formen-Sog hineinziehen. Die fünf Künstler sind bei der Vernissage anwesend, Gundhild Tillmanns und Wolfgang Waldner ebenfalls an den vier Folgetagen.

Info „Hanse-Galerie“ Sebastianusstraße 4, Vernissage Mittwoch, 25. Mai, ab 19 Uhr, Öffnungszeiten Do-Sa (26.- 28. 5.), 11-19 Uhr; Sonntag, 29. Mai, 11-16 Uhr.

(NGZ)