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Neuss: Potentieller Spender für an Leukämie erkrankten Tom gefunden

Neuss: Hoffnung für Grenadier Tom : Schon ein potentieller Spender für Grenadier Tom

Für den an Leukämie erkrankten Neusser Grenadier Tom gibt es Hoffnung: Ein potentieller Spender ist bis jetzt gefunden.

Dirk Auge ist glücklich. Der Oberleutenant des Grenadierzuges „Allzeit bereit“ weiß, alle Anstrengungen haben sich bis jetzt gelohnt – und die Hoffnung wächst. Denn für ihren vor drei Monaten an Leukämie erkrankten Kumpel Tom hatte der Zug in der vergangenen Woche im Neusser Börsencafé eine Typisierungaktion organisiert. 400 Freiwillige hatten sich dem Wattestäbchen-Abstrich unterzogen. Außerdem konnten die Zugmitglieder am Ende des Tages 4000 Euro an Spendengelder vermelden. Denn jede Registrierung kostet 35 Euro.

Und nun ist gewiss: Insgesamt gingen bis jetzt 24.000 Euro an Spenden ein. Und, sagt Auge, ein potentieller Spender sei gefunden. Nach dem Wattestäbchen-Abstrich stimmten erste genetische Merkmal mit denen des erkrankten Tom überein. „Danach steht ein Bluttest an“, erklärt Dirk Auge. Den habe der potentielle Spender mittlerweile schon gemacht. Ergebnis: Die daraus ermittelten Werte stimmen zu hundert Prozent mit denen von Tom überein. „Das heißt, dass dieser Spender sich jetzt noch einer intensiven medizinischen Untersuchung unterziehen muss, bevor er tatsächlich als Spender in Frage kommt“, sagt Auge. Wann Klarheit herrscht, konnte er nicht sagen.

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Neben den 400 Personen, die sich vergangene Woche in Neuss hatten registrieren lassen, waren es bei einer ähnlichen Aktion 400 in Gummersbach (Heimatstadt von Toms Frau) und gut 200 in Moers (dort ist Tom Mitglied in einem Tennisklub) gewesen. Auch sein Arbeitergeber hatte in den eigenen Räumen zur Typisierung aufgerufen, es kamen 160 Kollegen. Parallel zu den drei Aktionen gab es auch drei verschiedene Spendenkonten, auf denen bis jetzt 24.000 Euro zusammengekommen sind.

„Wir sind wirklich happy, dass das bis jetzt so gut gelaufen ist“, sagt Dirk Auge und spricht auch im Namen seiner Zugkameraden. Jetzt heißt es wieder abwarten – zunächst einmal auf die weitere Untersuchung des möglichen Kandidaten.

(goe)