Neuss: Polizei warnt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern

Polizei in Neuss : Warnung vor falschen Microsoft-Mitarbeitern

Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als „Microsoft-Mitarbeiter“ ausgeben. Am Dienstag wurde eine 58-jährige Neusserin von einem bislang Unbekannten angerufen, der sich als Mitarbeiter der genannten Firma ausgab und ihr bei einem technischen Problem helfen wolle.

Dies diente jedoch nur als Vorwand, um persönliche Online-Banking-Daten auszuspähen. Es entstand laut Polizei nach bisherigen Ermittlungen ein finanzieller Schaden in noch unbekannter Höhe.

Anrufe von Betrügern, die angeblich bei Microsoft arbeiten und sich aktiv wegen eines vorgeblichen Computer-Problems melden, kommen immer wieder vor. Die Bandbreite der „Geschichten“ ist hierbei groß, darunter angebliche Hacker-Angriffe oder Virenbefall. Anhand solcher Behauptungen versuchen die Täter dann beispielsweise, ihre potentiellen Opfer von einer Installation einer „Fernwartungssoftware“ zu überzeugen, um Zugriff auf den PC zu erlangen. Auch der Zugang zu den Online-Konten ist oft das Ziel der Betrüger. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte auf keinen Fall auf die Forderungen eingehen. Die Polizei rät: „Beenden Sie sofort das Gespräch, trennen Sie umgehend die Internetverbindung, wenn ein Zugriff denkbar ist. Nehmen Sie auf keinen Fall irgendwelche Zahlungen vor und geben Sie am Telefon keine Bank- oder Kreditkartendaten weiter!“

Microsoft führt unter keinen Umständen unaufgeforderte Telefonanrufe durch, in denen das Unternehmen anbietet, ein schadhaftes Gerät zu reparieren. Selbst auf offizielle Support-Anfragen erfolgen Hilfestellungen fast ausschließlich per E-Mail. Microsoft schickt unaufgefordert weder E-Mails, noch fordert das Unternehmen per Anruf Daten an.

(NGZ)
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