Neuss: Polizei verschärft Schutz für Fußgänger und Radfahrer

Aktionen und Kontrollen in Neuss : Polizei verschärft Schutz für Fußgänger und Radfahrer

Mit mehreren Aktionen und Kontrollen möchte die Polizei aktuell die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern erhöhen.

Am kommenden Donnerstag demonstrieren die Verkehrssicherheitsberater der Polizei von 14 bis 16 Uhr auf dem Markt in Neuss, wie gefährlich der „Tote Winkel“ bei großen Fahrzeugen insbesondere für Fahrradfahrer und Fußgänger sein kann. Unterstützt durch die Feuerwehr, die ein großes Einsatzfahrzeug zur Verfügung stellt, können Besucher erleben, wie sie im „Toten Winkel“ verschwinden. Nicht selten führen Unfälle, bei denen Fußgänger oder Radfahrer aufgrund des nicht einsehbaren Bereichs übersehen werden, zu schweren bis tödlichen Verletzungen.

Bereits am vergangenen Mittwoch gab es einen sogenannten Sondereinsatz zum Schutz schwacher Verkehrsteilnehmer. Bei einer Geschwindigkeitsüberwachung an der Weberstraße fielen im Bereich der Schulen 24 Kraftfahrer auf. Darüber hinaus wurden Verstöße gegen die Gurtpflicht sowie die unerlaubte Benutzung von Mobiltelefonen geahndet. Parallel überwachten die Polizisten auch das Verhalten der Radfahrer und Fußgänger. Dabei stellten die Beamten insgesamt elf Verstöße fest. So wurden beispielsweise Fahrbahnen in falscher Richtung benutzt, freihändig gefahren, telefoniert oder das Hörvermögen war durch Kopfhörer (Bügelkopfhörer) beeinträchtigt.

Zwei Tage später standen Zweitklässler der Martin-Luther-Grundschule in Begleitung ihrer Lehrerinnen und der Polizei an der Breitestraße. Gemeinsam sollte ein wichtiges Anliegen vorgebracht werden: Achtsamkeit gegenüber den jüngsten Verkehrsteilnehmern, die jetzt zum Beginn des neuen Schuljahres vermehrt wieder unterwegs sind. Die Verkehrssicherheitsberater der Polizei führen deshalb in Zusammenarbeit mit verschiedenen Grundschulen die Aktion „Kein Tempo auf meinem Schulweg!“ durch. Autofahrer werden dabei gebeten, auf den Schulwegen die Geschwindigkeit einzuhalten und rücksichtvoll zu fahren.

Von 8.30 bis 10 Uhr standen am Freitag dann nacheinander zwei Schulklassen der Martin-Luther-Grundschule auf dem Bürgersteig vor dem Quirinus-Gymnasium. Jedes Kind trug eine Verkehrssicherheitsweste und wartete auf seinen Einsatz, denn die Polizeibeamten hielten die Fahrzeuge an, die am Schulweg vorbeifuhren.

(jasi)
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