Neuss: Polizei-Teffen mit Jüdischer Gemeinde

Sicherheit in Neuss : Polizei-Treffen mit Jüdischer Gemeinde

Nach dem offenbar rechtsextremistisch motivierten Attentat in Halle, bei dem in der vergangenen Woche zwei Menschen getötet wurden, hat es jetzt ein Gespräch zwischen der Polizei und Vertretern der jüdischen Gemeinde gegeben.

Das bestätigte Polizeisprecherin Diane Drawe am Mittwoch auf Nachfrage unserer Redaktion: „Vor dem Hintergrund des Ereignisses in Halle haben wir noch einmal Kontakt zur jüdischen Gemeinde aufgenommen und uns in Fragen der Sicherheit ausgetauscht. Hierbei handelt es sich um eine übliche Vorgehensweise nach derartigen Ereignissen.“ Das Gemeindezentrum auf der Furth wird aktuell zur Synagoge umgebaut. Auch dabei müssen laut behördlicher Auflage gewisse Sicherheitsstandards berücksichtigt werden.

Einem 27-Jährigen wird vorgeworfen, vor der Synagoge in Halle eine 40-Jährige und in einem Döner-Imbiss einen 20 Jahre alten Mann erschossen zu haben. Zuvor hatte der mutmaßliche Täter vergeblich versucht, die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen.

Die Tat löste Fassungslosigkeit in der gesamten Bundesrepublik aus. In Neuss lud der „Raum der Kulturen“ zwei Tage nach der Tat zu einer Solidaritätsveranstaltung vor dem Rathaus ein. Neben Vertretern aus Politik und Verwaltung hielten auch Passanten einen Moment inne.

(jasi)