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Neuss: Polizei fordert zum Schulstart mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr

Polizei in Neuss informiert : Zum Schulstart ist mehr Aufmerksamkeit im Straßenverkehr gefragt

An einem Infostand auf dem Neusser Markt informierte die Polizei rund um das Thema „Aufmerksamkeit im Straßenverkehr“ und beantwortete weitere Fragen der Passanten. Der Verkehrssicherheitsberater Mike Schween gibt zudem Tipps zum Lernen des neuen Schulwegs.

 Ab Mittwoch müssen die Schüler wieder allmorgendlich in die Schule. Der Weg dorthin ist für die i-Dötzchen (1523 in Neuss, insgesamt 4373 im Rhein-Kreis) und die Fünftklässler eine teils neue, teils ungewohnte Herausforderung – auch weil andere Verkehrsmittel genutzt werden als zuvor. „Jetzt müssen die Leute im Straßenverkehr besonders aufmerksam sein“, betont Mike Schween, Verkehrssicherheitsberater bei der Polizei im Rhein-Kreis Neuss, vor dem Hintergrund des Schulstarts.

Gemeinsam mit Kollegen informierte Schween auf dem Neusser Markt über „Ablenkung im Straßenverkehr“ – stand aber auch für ganz allgemeine Fragen der Passanten beratend zur Seite. Anhand realer Beispiele aus dem Rhein-Kreis, zeigten die Beamten auf, welche Folgen Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr haben kann. „Der Ablenkungsfaktor Nummer eins“, so Schween, sei das Smartphone – das im Übrigen „mit einer Selbstverständlichkeit“ genutzt werde, die gefährlich ist. Aber auch laute Musik – egal ob im Auto oder über Kopfhörer auf dem Fahrrad – sowie der einfache Griff zum Kaffeebecher können teils verheerende Unfälle zur Folge haben. Dafür wollten die Beamten die Neusser an dem Stand sensibilisieren. Weiter erklärt Schween, dass jetzt auf den Straßen mehr los sei als zuvor – die Ferienzeit geht zu Ende, die Schule beginnt und die Leute wechseln vom Homeoffice zurück ins Büro. Darauf seien manche Verkehrsteilnehmer noch nicht eingestellt. Sein Appell: Aufmerksam sein und auf andere Verkehrsteilnehmer achten.

Auch gibt der Verkehrssicherheitsberater zum Schulstart Tipps an Eltern: Das Kind sollte einen festen Schulweg haben, den es gemeinsam mit den Eltern lernt. „Es müssen ganz einfache Dinge besprochen werden: Vor dem Überqueren der Straße guckt man links und rechts. Man benutzt Ampeln, wenn welche da sind, und trägt helle Kleidung, um auch in der dunklen Jahreszeit sichtbar zu sein“, sagt Schween. Weiter rät er: „Eltern müssen die Selbstständigkeit der Schulkinder fördern. Man sollte sie betreuen, aber ihnen auch die Möglichkeit geben, alleine zu agieren.“ So könne der Schulweg – nach einer Eingewöhnung, wenn das Kind den Weg verinnerlicht hat – zum Beispiel nur zur Hälfte durch die Eltern begleitet werden. Den Rest erledigt das Schulkind eigenständig. Wenn das klappt, kann die Strecke, auf der das Kind alleine unterwegs ist, verlängert werden, so Schween. Das gelte übrigens für alle Schulkinder – unabhängig davon, ob sie mit dem Rad, dem Bus oder zu Fuß in die Schule gelangen.