Neuss: Politik lehnt 16 Hundewiesen ab

Freilaufflächen für Hunde in Neuss: Umweltausschuss lehnt Hundewiesen-Liste der Stadt ab

Irritiert zeigten sich die Mitglieder des Umweltausschusses über die Liste der Stadt, auf der 16 potenzielle und teilweise bereits ausgewiesenen Hundefreiflächen im gesamten Stadtgebiet aufgeführt sind.

Beispiele für mögliche Hundefreiflächen sind die Schützenwiese in Reuschenberg, das Mokkaloch oder der Kirmesplatz am Derendorfweg.

„Offenbar wurde die Auswahl ohne Ortskenntnis erstellt“, sagte Ingrid Schäfer (CDU). Schließlich befänden sich einige der 16 Flächen auf der Liste in unmittelbarer Nähe von Kinderspielplätzen oder Hauptstraßenzügen. Aufgrund der Tatsache, dass die Stadt eine Einzäunung der Hundewiesen nicht vorsieht, macht die Politik an jenen Stellen potenzielle Gefahrenherde aus. „Manche Bereiche müssen einfach eingezäunt werden“, betonte auch Ingeborg Arndt (Die Grünen).

Umweltdezernent Matthias Welpmann wehrte sich gegen den Vorwurf mangelnder Ortskenntnis: „Die Flächen sind bewusst ausgewählt worden.“ Man könne einzelne Hundewiesen von der Vorschlagsliste der Stadt streichen, aber Alternativflächen seien in der Stadt schlichtweg nicht vorhanden. Hermann-Josef Verfürth (FDP) sprach sich gegen eine so große Anzahl von Hundewiesen aus – und schlug vor, stattdessen vier eingezäunte, gut ausgestattete Hundefreilaufflächen in Neuss zu errichten. „Wir brauchen nicht an jedem Ort eine“, so Verfürth.

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Am Ende des Diskussion wurde auf Antrag von Ingrid Schäfer beschlossen, dass die Mitteilung der Verwaltung zwar zur Kenntnis genommen worden sei, die Vorschläge aber nicht umgesetzt werden sollen. Stattdessen wollen die Ausschuss-Mitglieder bei der nächsten Sitzung eigene, gezielte Vorschläge für Hundewiesen unterbreiten. Darüber hinaus  soll die Verwaltung im Vorfeld ermitteln, welche Kosten es verursachen würde, wenn man sich auf vier – dafür aber eingezäunte und besser ausgestattete Hundefreilaufflächen – konzentrieren würde. Verhaltensregeln für die Wiesen soll die Stadt ebenfalls erstellen.

Der Vorschlag von Marc Vanderfuhr (SPD), es erst einmal mit den 16 vorgeschlagenen Flächen zu probieren und dann zu evaluieren, wie es geklappt hat, fand kein Gehör.

(jasi)