Entscheidung in Neuss Sportanlagen bleiben für Vereine kostenlos nutzbar

Neuss · Der Sport muss einen Beitrag zur Konsolidierung des städtischen Haushaltes leisten – und ist dazu auch bereit. Eine Nutzungsgebühr würde aber viele Vereine überfordern. Das sieht die Politik inzwischen auch so.

Die Freizeitsportanlage kann jeder kostenlos nutzen, doch die E-Jugend des TuS Reuschenberg soll auf der benachbarten Bezirkssportanlage ein Nutzungsentgelt zahlen? Das erscheint einer Mehrheit der Politik widersinnig.

Die Freizeitsportanlage kann jeder kostenlos nutzen, doch die E-Jugend des TuS Reuschenberg soll auf der benachbarten Bezirkssportanlage ein Nutzungsentgelt zahlen? Das erscheint einer Mehrheit der Politik widersinnig.

Foto: Simon Janßen

Die SPD wollte vertagen. Als sich dafür keine Mehrheit abzeichnete, enthielten sich die Mitglieder dieser Fraktion der Stimme, als im Sportausschuss das Thema „Entgelte für städtische Sportanlagen“ auf Antrag der CDU mit großer Mehrheit zu Grabe getragen wurde. Christian Stoffels, der im Sportamt ein Konzept für eine solche Entgeltordnung erarbeitet hatte, kann diese nun wieder in einer Schreibtischschublade versenken und einen neuen Vorgang aufmachen: Die Suche nach Vereinen, die eine Sportanlage in Eigenregie übernehmen wollen.